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Was bedeutet das Wort "koscher"?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:53
Viele Religionen haben bestimmte Vorschriften, was den Verzehr bestimmter Nahrungsmittel betrifft.

Viele Religionen und Kulturen haben bestimmte Vorschriften, was den Verzehr bestimmter Nahrungsmittel betrifft, beispielsweise können bestimmte Fleischsorten verboten sein, oder manche Lebensmittel nicht miteinander kombiniert werden. Im Judentum werden Lebensmittel, die von der Art und Zubereitung her als für den Verzehr geeignet und somit als erlaubt gelten, als "koscher" bezeichnet.

Das Wort kommt aus der hebräischen Sprache und bedeutet so viel wie "geeignet" oder "rein". Jedoch halten sich nicht alle Angehörigen einer Religion gleichermaßen an die überlieferten Speisevorschriften. Manche Religionsgruppen legen die Regelungen besonders eng aus, während andere keine Rücksicht mehr auf derlei Traditionen nehmen.

  • Das jiddische Wort koscher hat in übertragener Bedeutung Einzug in unseren Sprachgebrauch gefunden. Im Deutschen bedeutet es „einwandfrei“ oder „unbedenklich“, nicht koscher, oft auch nicht ganz koscher, entsprechend „bedenklich“ oder „nicht geheuer“.

  • Bei Außenstehenden dürfte vor allem die Tatsache bekannt sein, dass viele Juden Schweinefleisch als nicht koscher ansehen. Statt dessen gelten Rinder, Ziegen und Fische mit Schuppen und Flossen als koscher, während Meeresfrüchte von gläubigen Juden wiederum nicht verzehrt werden.
  • Außerdem müssen die Tiere auf eine bestimmte Art geschlachtet und das Fleisch speziell zubereitet werden, da im Judentum auch der Verzehr von Blut verboten ist. Weniger strenge Vorschriften gelten für den Verzehr von Obst, Gemüse und Getreide aller Art. 
  • Weitere Infos zum Thema koscheres Essen findest Du hier.
  • Die genaue Einhaltung dieser Speisevorschriften, die gewährleisten soll, dass nur koschere Lebensmittel verzehrt werden, hat in vielen Orten mit einer größeren jüdischen Bevölkerung auch zur Eröffnung von Restaurants geführt,die sich auf diesen Kundenkreis spezialisiert haben und wo die Zubereitung der Speisen eigens von einem Rabbiner überwacht wird.

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