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Was ist Beef Jerky? - Der eiweißreiche Fleischsnack

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Für den kleinen Energieschub zwischendurch – das Beef Jerky aus Amerika ist ein beliebter Snack, der auch in Deutschland immer populärer wird.
Besonders Sportler sind von den kleinen Fleischstreifen sehr angetan, da sie reich an Eiweiß sind.

Short Facts

  • Die Bezeichnung „Jerky“ soll von dem spanischen Wort „charqui“ abstammen, was soviel wie „etwas verbrennen“ bedeutet.
  • Es gibt viele Arten von Jerky. Benutzt man allerdings kein Rindfleisch, fällt in der Bezeichnung das „Beef“ weg und das Dörrfleisch wird nur als „Jerky“ bezeichnet.
  • In Amerika gibt es Beef Jerky in nahezu jedem Supermarkt zu kaufen. Meistens findet sich das Produkt in der sogenannten „Quängelecke“, also den Ständen direkt vor der Kasse.
  • Durch das Austrocknen des Fleisches kann eine Tüte Jerky mehrere Jahre überdauern, ohne schlecht zu werden, weshalb der Snack in Amerika auch Bestandteil der Überlebenskits ist, die es beispielsweise für den Fall eines Stromausfalls oder einer Katastrophe zu kaufen gibt.

Beef Jerky - Der Snack-Tipp aus Amerika

Zur Entstehungsgeschichte:

Ursprünglich soll das Beef Jerky eine Erfindung der amerikanischen Ureinwohner gewesen sein, die damals das Fleisch von erlegten Tieren wie Büffeln konservierten, indem sie es in kleinere Portionen zerteilten und anschließend über mehrere Tage in der Sonne ausdörren ließen. Dadurch wurde das Fleisch zwar zäher, konnte sich aber auch über längere Zeit halten, ohne schlecht zu werden. Das fertige Produkt nannten sie „Pemmikan“

Als die europäischen Siedler nach Amerika kamen, schauten sie sich die Technik der Indianer ab und erkannten dabei, dass das Dörrfleisch sich als Proviant für längere Reisen eignete. Allerdings veränderten sie die Rezeptur und Herstellung des Fleisches mit der Zeit, sodass aus dem „Pemmikan“ über die Jahrzehnte hinweg das bekannte „Beef Jerky“ wurde.

Über die Herstellung:

Es gibt heute nur noch wenige, hauptsächlich private Hersteller von Beef Jerky, die ihr Fleisch wie in alten Zeiten in der Sonne ausdörren lassen. Die meisten anderen Firmen benutzen für den Trocknungsprozess maschinelle Hilfe. Dabei wird in der Regel Rindfleisch in hauchdünne Streifen geschnitten, die anschließend mit verschiedenen Marinaden bestrichen werden. Bei der Marinade hat jeder Hersteller seine eigene Rezeptur und verwendet seine eigenen Gewürze, um einen besonderen Geschmack zu erzeugen.
Im nächsten Schritt wird das Jerky dann ausgebreitet auf Rosten oder auch an Leinen aufgehängt in einer Umgebungstemperatur von 50°C bis 70°C luftgetrocknet oder auch geräuchert. Auf diese Weise wird dem Fleisch Wasser entzogen und es erhält seinen typischen Trockenfleisch-Geschmack.

Besonderheiten:

Beef Jerky ist ein Snack, der nicht nur durch seinen Geschmack hervorsticht, sondern im Vergleich zu anderen Zwischenmahlzeiten viel Eiweiß und nur sehr wenig Fett enthält. Eine 30g-Portion Jerky beinhaltet zwischen 10 und 15g Eiweiß, durchschnittlich 1g Fett und zwischen 0 und 3g Kohlenhydrate. Rechnet man das in Prozente um, liegt der Eiweißanteil des Jerkys bei fast 50%. Dadurch gilt das Trockenfleisch als ein idealer Energielieferant für Zwischendurch. Sportler und besonders Bodybuilder greifen gerne zu dem Snack aus Amerika, weil der hohe Proteinanteil den Aufbau der Muskulatur unterstützt, wogegen nur wenig Fett und Kohlenhydrate eingelagert werden.

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