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Was ist Makrobiotik? - Eine Erklärung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
Die heutige Makrobiotik wurde durch Georges Ohsawa, einen Japaner, gegründet.

Die Makrobiotik ist ein Alter, aus der Antike stammender Begriff, der im Prinzip nur bedeutet, eine gesunde Lebensweise zu pflegen. Ziel der Makrobiotik ist es, ein langes, gesundes Leben zu führen. In der Makrobiotik wird, anders als bei anderen Lehren, die Ernährung nicht zum Nähren des Körpers angesehen, sondern als Möglichkeit, den Körper gesund zu halten. Die heutige Makrobiotik wurde durch Georges Ohsawa, einen Japaner, gegründet.

Fakten zu Makrobiotik

Die makrobiotische Lehre
Die makrobiotische Lehre geht davon aus, dass über die Ernährung nicht nur alle Erkrankungen des menschlichen Körpers entstehen, sondern dass die Erkrankungen in Folge auch durch die Ernährung wieder geheilt werden können. Abgesehen von der Ernährung ist die Makrobiotik ein ganzheitlicher Ansatz, eine Art Heilslehre für Körper und Geist, die stark mit dem Zen-Buddhismus verknüpft ist.

Die makrobiotische Ernährung
Herzstück der makrobiotischen Lehre ist die Ernährung. Die Lebensmittel werden in Yang und Yin eingeteilt. Das Yin soll eine ausdehnende Energie sein, während das Yan zusammenziehend wirken soll. Eine zu stark Yan-Betonte Ernährung soll zu Erkrankungen oder Verspannungen führen. Eine zu stark Yin-betonte Ernährung hingegen soll sich negativ auf die Konzentrationsfähigkeit und die Merkfähigkeit auswirken. Ohsawa geht nun davon aus, dass das menschliche Blut mit der entsprechenden Ernährung innerhalb von zehn Tagen erneuert werden kann, sodass auch Erkrankungen geheilt werden können. Kritiker bemängeln, jedoch, dass es aufgrund der hohen pflanzlichen Anteile zu einer Mangelvorsorgung, insbesondere mit Vitamin B12 aber auch mit anderen B-Vitaminen und Aminosäuren kommen kann.

Die Stufen der makrobiotischen Ernährung

In der Makrobiotik wird durch Ohsawa zwischen zehn verschiedenen Stufen, also zwischen Minus drei und sieben unterschieden. Je höher die Zahl, umso höherwertig die Ernährung, beziehungsweise umso ausgeglichener sind Yin und Yang. Die Stufe sieben wird daher bei Erkrankungen empfohlen, enthält aber allerdings nur noch Getreide. Danach können auch noch Lebensmittel der Stufen eins bis sechs konsumiert werden. Die Makrobiotik geht davon aus, dass der Mensch seine Gesundheit und seine Ernährung eigenverantwortlich wahrnimmt. Durch Eigenbeobachtung soll der Mensch in der Lage sein, zu erkennen, welche der Stufen ihm im Moment am besten tut. Daher kann ein gesunder Mensch Lebensmittel der Stufen Minus eins bis minus drei gelegentlich konsumieren, auch wenn diese die Gesundheit nicht fördern. Michio Kushi hingegen löste die Stufen nah Ohsawa auf und sieht eine Ernährung, die zu 50 % aus Getreide, zu 25% aus Gemüse, zu 13% aus pflanzlichem Eiweiß und zu 6& aus flüssigen Nahrungsmitteln wie Suppen oder Getränken bestehen soll. Hier werden auch etwa 6% Fisch oder Desserts vorgesehen. Auch hier wird als Getreide nur das ganze Korn gegessen.

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