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Was tun bei einer Laktose-Intoleranz?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
Lactose Intoleranz ist die Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker.
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Milchzucker kann nach Expertenschätzungen von zirka 15 % der Bundesbürger nicht verstoffwechselt werden. Diesen Menschen fehlt das Enzym Laktase, welches den Milchzucker in den oberen Abschnitten des Dünndarms in seine einzelnen Komponenten, in Glucose und Galaktose, zerlegt. Im Laufe des Lebens reduziert sich die körpereigene Laktasewirkung. Eine Intoleranz Lactose gegenüber entsteht aber in der Regel nicht. Erst bei manifestem Laktase-Mangel ergibt sich eine Lactose Intoleranz.

  • Viele Lactose-Intolerante vertragen Milchzucker in kleinen Mengen ohne Beschwerden, für andere sind Milchprodukte absolut tabu. Sie müssen auch bei allen Fertigprodukten und einigen Arzneimitteln auf der Hut sein.
  • Tabletten und homöopathische Globuli werden auf der Basis von Milchzucker angefertigt.
  • Ist der Enzymmangel lediglich schwächer ausgeprägt, machen Butter, Joghurt und andere Sauermilcherzeugnisse wenig Probleme. Hart- und Schnittkäse sind weitestgehend lactosefrei.
  • Auf dem Weg zum beschwerdefreien Umgang mit der Lactose Intoleranz helfen standardisierte und freiverkäufliche Präparate sehr gut. Sie werden mit den Mahlzeiten eingenommen, spalten die Lactose auf und erhöhen die Verträglichkeit.

Primäre, sekundäre und angeborene Lactose Intoleranz

  1. Ungespaltene Laktose wirkt im Dickdarm abführend und verursacht Leibschmerzen, Blähungen, Völlegefühl, Koliken, Übelkeit und Erbrechen.
  2. Die primäre Lactose Intoleranz ist relativ häufig. Das Enzym Laktase steht im Kindesalter ausreichend, später aber im ungenügendem Ausmaß zu Verfügung. Die Nahrungsmittelunverträglichkeit Milchzucker gegenüber nimmt zu.
  3. Der erworbenen, sekundären Lactose Intoleranz liegen verschiedene andere Erkrankungen zu Grunde, beispielsweise Morbus Crohn und Colitus ulcerosa, beides chronische Entzündungen des Magen-Darm-Trackts, oder auch eine Milchallergie.
  4. Sehr selten ist die angeborene Lactose Intoleranz, der eine genetische Vorbelastung zu Grunde liegt.
  5. Dieser kongeniale Laktasemangel ist absolut. Der Organismus kann über keinerlei Laktase verfügen. 
  6. Diese Form der Intoleranz setzt die diätetische Ernährung zwingend voraus.
  7. Klarheit bringen Lactose-Belastungstest, Atemtest und Biopsie.


Wichtige Zutatenlisten

  1. Immer aber sollten die Zutatenlisten der Lebensmittel aufmerksam studiert werden. Milchzuckerreiche Produkte,
  2. Milch, Sahne, Quark, Frischkäse, Molke, Kondensmilch oder Eis sind tabu. Auch in Schokolade, Nugat und diversen Wurstsorten lauert die Laktose.
  3. Unproblematischen Genuss bieten Gemüse und Obst, Fisch, Fleisch, Getreide, Brot, Reis, Eier, Kartoffeln, Pasta, Honig, Konfitüren und Zucker.
  4. Die Verträglichkeit der einzelnen Speisen ist vom Schweregrad der Lactose Intoleranz abhängig.

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