Drucken
Letztes Update am 04.11.2014, 13:02
Wie man Weihnachtsbäckerei alternativ Süßen und damit etwas mehr davon genießen kann.

Vanillekipferl, Kokoskuppeln, Zimtsterne… alle Jahre wieder kommen sie, die unwiderstehlichen und süßen Vorboten der Weihnachtszeit. Für 88 Prozent der Österreicher gehört die Weihnachtsbäckerei laut Umfrageinstitut mindtake unbedingt zur kalten und besinnlichen Saison. Unweigerlich erinnern sie sich an die Kindheit, in der gemeinsam Kekse gebacken wurden und die köstlichen Ergebnisse die Wartezeit bis zum 24. Dezember ein wenig erträglicher gemacht haben. Heute steht Weihnachten für die meisten zwar oftmals sogar etwas zu früh vor der Tür, der leckeren Bäckerei kann man im Regelfall aber trotzdem kaum widerstehen. Um am Weihnachtsabend nicht von überaufmerksamen Freunden oder Familienmitgliedern in Form eines Fitnesscenter-Gutscheins an diese Tatsache erinnert werden zu müssen, ist es sicherlich ratsam, gesunde und kalorienarme Alternativen in die Backstube mit einzubeziehen.

 

Unscheinbare Kalorienbomben

Sie wirken zwar klein und unschuldig, dabei tummeln sich die Kalorien in den Plätzchen gerade nur so: Ein Spekulatiuskeks ist für 48 Kalorien zu haben, der Dominostein bringt 55 Kalorien mehr auf die Waage, ein Vanillekipferl sogar 65 pro Stück. Grund genug, sich beim Backen etwas umzuorientieren und dafür ohne Reue in die Keksdose zu greifen. Leider misslingen Experimente ohne Zucker oft, weil die Konsistenz des Teiges unter dem fehlenden Süßstoff leidet. Gut bewährt haben sich aber die Zusätze Honig, Stevia und Erythrit. Ersterer ist zwar ebenso zuckerhaltig, allerdings enthält er verschiedene Vitamine und Mineralstoffe und kommt deshalb vor allem in Vollwertküchen häufig zur Verwendung. Ist der Honig von harter Konsistenz, sollte man ihn beim Backen etwas erwärmen um ihn zu verflüssigen – aber Vorsicht: Vor der Zubereitung des Teiges muss er unbedingt wieder abkühlen. Weil das Bienenprodukt zu einem großen Teil aus Wasser besteht, sollte man andere Flüssigkeiten im Rezept außerdem etwas reduzieren und dafür etwas mehr Backpulver verwenden. Honig ist geschmacklich auch etwas intensiver als Zucker. Damit die Kekse nicht zu süß werden sollte man das Süßungsmittel daher nach und nach beimengen und den Teig zwischendurch abschmecken.

 

Süße Blätter und 0-Kalorien-Süße

Bis zu 450mal so süß wie Zucker und fast ohne Kalorien – ein guter Gegenvorschlag zum herkömmlichen Zucker ist Stevia. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Südamerika, ihre getrockneten Blätter werden zu einem Pulver zermahlen, das sich auch als hitze- und backbeständig bewährt hat. Um fehlendes Volumen  etwa im Biskuitteig – auszugleichen, enthalten einige Steviaprodukte den Zusatzstoff Maisdextrin. Was die Dosierung des Süßstoffes betrifft, sollte man sich deshalb auf jeden Fall an die Vorschläge auf der Packung halten, grundsätzlich braucht es aber natürlich viel weniger Stevia als das bei Zucker der Fall wäre. Der Tipp von Backbuchautorin Gina Martin Williams: "Ich hab mich erst langsam an die Süße gewöhnt und nach und nach Zucker reduziert und Stevia erhöht." Ein etwas unbekannterer Süßstoff ist Erythrit, der ebenso wie Stevia kaum über Kalorien verfügt: Er ist in Reformhäusern erhältlich und wird dort meistens unter Bezeichnungen der „Succhrin“ oder „O-Kalorien-Süße“ geführt. Anders als die südamerikanische Pflanze verfügt Erythrit aber nicht über eine so hohe Süßkraft wie Zucker. Empfiehlt ein Rezept 100 Gramm Zucker, so sollte man dafür etwa 130 Gramm Erythrit berechnen. Weder das Geschmackserlebnis noch das Backvergnügen wird durch diese alternativen Zutaten negativ beeinflusst, lediglich auf den Körperwaagen wird dadurch bei der Gesamtzahl auf Dauer wohl eher ein Minus als ein Plus aufleuchten. 

Kommentare