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Wie erkennt man eine Nussallergie?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:33
Immer mehr Menschen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Allergie.
Dabei reagiert das Immunsystem übermäßig auf ansonsten harmlose Substanzen. Die Folgen einer allergischen Reaktion reichen von einer harmlosen Rötung der Haut bis hin zu einer lebensbedrohlichen Situation, die allerdings eher selten auftritt: einem anaphylaktischen Schock. Das Immunsystem reagiert dabei so über, dass es zu einem extremen Blutdruckabfall mit Atemnot und Bewusstlosigkeit kommen kann. 

So kannst Du eine Nussallergie erkennen

  • Du spürst nach dem Verzehr eines nusshaltigen Lebensmittels ein Kribbeln bzw. Brennen im oder am Mund, an den Schleimhäuten oder den Lippen. Sollte dies das einzige Symptom sein, so reagiert Dein Körper nicht so extrem.
  • Des Weiteren kann es passieren, dass Dir übel wird und Du sogar erbrechen musst bzw. Durchfall bekommst.
  • Auch Deine Haut kann auf die Allergene mit einem Ausschlag oder einer Reizung reagieren.
  • Im schlimmsten Fall bekommst Du Atemnot und Dein Kreislauf bricht zusammen.

Dabei ist erwiesen, dass eine Nussallergie zu den schwersten Nahrungsmittelallergien zählt. An erster Stelle stehen Erdnüsse gefolgt von Haselnüssen, Walnüssen und Paranüssen. Deswegen ist es umso wichtiger, zu wissen wie Du eine Nussallergie erkennen und was Du dagegen tun können. 

 

Die Reaktionen des Immunsystems auf die Allergene können unterschiedlich sein, deswegen kannst Du nicht ohne weiteres eine Nussallergie erkennen. Fakt ist, dass die Beschwerden bei einer Kreuzallergie geringer ausfallen. 50% aller von einer Nussallergie (hauptsächlich Haselnussallergie) Betroffenen reagieren auch auf Birken-, Hasel- oder Erlenpollen allergisch. Bei einer Kreuzallergie bekommen die Betroffenen meistens die oralen Beschwerden treten direkt nach dem Verzehr der Nüsse. Des Weiteren können Hautreizungen, Asthmaanfälle oder Magen- und Darmbeschwerden mit Erbrechen, Durchfällen bzw. Übelkeit auftreten. Meistens reagiert das Immunsystem jedoch stärker auf eine isolierte Allergie. Dann können mitunter Atemnot, Kreislaufzusammenbrüche oder gar anaphylaktische Reaktionen auftreten. Um diese teilweise schlimmen Folgen zu vermeiden, solltest Du bei Verdacht einen Allergologen aufsuchen und einen Allergietest machen lassen.

Was Du tun kannst, um schlimme Folgen zu vermeiden

Steht eindeutig fest, dass Dein Immunsystem auf Nüsse allergisch reagiert, ist eine Ernährungsumstellung unumgänglich. Das gestaltet sich häufig schwierig, da in vielen Nahrungsmitteln Nüsse enthalten sind. Bei einer schweren Form der Allergie reichen bereits Spuren von Nüssen aus, die sich oft in Lebensmitteln befinden, ohne dass es gekennzeichnet ist. In Brot, Wurstwaren, Cremespeisen oder Pasteten sind häufig Nüsse enthalten. Vom Verzehr von Schokolade wird generell abgeraten, denn diese beherbergt meistens die unliebsamen Allergene. Deswegen ist ein Blick in die Zutatenliste unvermeidlich. In vielen Lebensmitteln stecken Bestandteile von Nüssen, dazu gehören Krokant, Marzipan, Nougat oder Brotaufstriche mit Schokolade.
Es empfiehlt sich immer ein Notfallset in Reichweite zu haben. Auf Reisen in fremden Restaurants kannst Du schließlich nie sicher sein, ob die zubereiteten Speisen Nüsse enthalten.
Fakt ist, dass einige Allergien im Laufe des Lebens wieder verschwinden. Eine Nussallergie dauert jedoch nahezu immer lebenslang.

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