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Wie gesund ist Spargel?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Von April bis Juni ist Spargelsaison. Doch wie gesund ist Spargel überhaupt?

Für die Einen gehört er im Frühling zu den geliebten Nahrungsmitteln. Die anderen mögen den Spargel nicht, weil er wenig Eigengeschmack hat und der Urin durch den Schwefelgehalt nach dem Verzehr so streng riecht. Doch wie gut ist Spargel eigentlich für die Gesundheit? Welche Nährwerte hat er? Und kann er in bestimmten Fällen gesundheitlich sogar schaden? Ergänzt wird die Antwort um eine Anleitung zur Zubereitung von Spargel.

 

Nährwerte und Gesundheitswirkung von Spargel

Das lange Stangengemüse setzt sich zu 93 Prozent aus Wasser zusammen. Mit seinem geringen Kaloriengehalt von etwa 150 Kilokalorien ist Spargel ein leichtes, nicht belastendes Lebensmittel und somit auch diätgeeignet. Er ist reich an Kalium, wovon er je nach Sorte 190 bis 280 Milligramm pro 100 Gramm enthält. Das Kalium im Spargel senkt Deinen Blutdruck und sorgt dafür, dass Nervenreize über die Nervenbahnen optimal weitergeleitet werden können. Folsäure, Vitamin C und das Provitamin A gehören zu den wesentlichen im Spargel enthaltenen Vitaminen, die Deinen Stoffwechsel und Dein Immunsystem unterstützen. Grüner Spargel hat noch etwas mehr Vitamine als weißer.

Des Weiteren beinhaltet das Gemüse 35 bis 60 Milligramm Phosphor, das die Energieverwertung in Deinem Körper fördert, sowie 20 bis 22 Milligramm des für Deine Knochen wichtigen Minerals Kalzium. Der hohe Stickstoffgehalt von 250 bis 350 Milligramm ist dafür verantwortlich, dass Du nach dem Essen von Spargel so rasch Harndrang verspürst und die Funktion von Niere und Leber hierdurch angeregt wird. Das ist im Prinzip gut, denn dadurch wird Dein Körper entschlackt und werden alle Giftstoffe förmlich aus Deinem Körper und Deinem Blut hinausgespült.

 

Aber: Vorsicht bei Gicht- und Nierenerkrankungen!

Wenn Du unter Gicht leidest oder die Neigung zu Nierensteinen hast, solltest Du aus Rücksicht auf Deine Gesundheit auf Spargel verzichten. Denn dann kann das Stangengemüse durch die vermehrte Harnsäure und den Inhaltsstoff Purin zu schmerzhaften Schüben der Gichterkrankung führen, bei denen Deine Gelenke vor allem an den Fingern und Zehen schmerzen und anschwellen können. Das Asparagin hingegen bewirkt bei Nierenkranken eine Reizung der Nieren durch den höheren Harnsäuregehalt. Falls Du ein erhöhtes Risiko zur Entwicklung von Nierensteinen hast, kann außerdem die im Spargel enthaltene Oxalsäure für Dich problematisch sein.

Bitte beachten

Spargel solltest Du immer so frisch wie möglich zubereiten und essen. Die Lagerzeit lässt sich auf zwei bis drei Tage erhöhen, indem Du ihn in leicht feuchte Tücher einwickelst und so in das Gemüsefach des Kühlschranks legst. Einfrieren kannst Du ihn auch. Dazu solltest Du ihn allerdings vorher schälen.

 

Weitere Tipps:

  • Alternativ zur genannten Garmethode des Kochens empfiehlt sich Dünsten oder Dämpfen für die Zubereitung von Spargel. Dadurch bleiben die Vitamine und Mineralstoffe am besten erhalten. Das Garen mittels Dämpfen dauert allerdings ein wenig länger: 20 bis 30 Minuten.
  • Wenn Dir der Spargel - insbesondere grüner Spargel - normalerweise zu bitter schmeckt, dann gib eine Prise Zucker in das Kochwasser. Hierdurch werden die Bitterstoffe abgeschwächt.
  • Etwas Butter im Kochwasser soll den Geschmack des Spargels verbessern. Außerdem hilft das Fett möglicherweise, die enthaltenen fettlöslichen Vitamine beim Verzehr im Körper zu verarbeiten. Grüner Spargel nimmt das Fett wohl besser auf als weißer.
  • Ins Wasser hinzugegebener Zitronensaft kann weißen Spargel optisch aufhellen.

Für die Zubereitung von Spargel-Gerichten werden benötigt

  • Spargel
  • Schneide- und Schälmesser
  • Schneidebrett
  • Kochtopf
  • Wasser
  • Salz
  • Herd

Spargel zubereiten - leicht gemacht

  1. Zuerst musst Du den Spargel schälen. Am besten geht dies mit einem Schälmesser. Es gibt auch spezielle Spargelschälmesser. Damit er anschließend in den Topf passt, kannst Du die Stangen einmal in der Mitte durchschneiden.
  2. Bringe Wasser in einem Topf zum Kochen, und zwar nur so viel, dass der Spargel knapp damit bedeckt sein wird. Füge maximal einen halben Teelöffel Salz je Liter Wasser hinzu.
  3. Wenn das Wasser zu blubbern beginnt, also kocht, ist es Zeit, den Spargel hineinzugeben. Lasse den weißen Spargel 15 bis 20 Minuten garen, grünen 8 Minuten.
  4. Überprüfe nach Ablauf der Garzeit, ob der Spargel auch wirklich fertig ist, indem Du mit einer Gabel vorsichtig hineinstichst. Der Spargel ist gar, wenn er etwas weich, aber noch fest genug, ist. Er sollte nicht auseinander fallen oder zerfasern. Wenn er zu lange gart, gehen die Nährstoffe unter Umständen verloren.
  5. Nun kannst Du ihn servieren, zum Beispiel mit einer schmackhaft würzigen Sauce Hollandaise.
  6. Du kannst den Spargel auch in gekochten Schinken eingerollt servieren. Außerdem eignet er sich als Zutat in einem Auflauf oder Salat. Im Internet findest Du zahlreiche leckere Spargelrezepte.

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