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Wie lagert man verschiedene Weinsorten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:43
Im Folgenden soll nun eine optimale Weinlagerung und die hierzu wichtigen Fakten...

Ein guter Wein gehört fast immer auch zu einem ebenso guten Essen dazu. Um diesen jedoch auch in seiner vollen Pracht genießen zu könne, ist eine entsprechende Lagerung der teilweise sehr wertvollen Tropfen von großer Bedeutung. Hinzukommt, dass nicht jede Flasche dazu bestimmt ist, innerhalb von ein paar Wochen geleert zu werden. Bei hochwertigen Weinen lohnt es sich, geduldig ein paar Jahre ins Land gehen zu lassen, bis das vollmundige Aroma ans Tageslicht und somit an den Gaumen des Weinkenners entlassen wird.
Im Folgenden soll nun eine optimale Weinlagerung und die hierzu zu beachtenden Faktoren dargestellt werden. Für die Lagerung von hochwertigem Wein sind maßgeblich dunkle Orte und vor allem solche mit einer passenden Luftfeuchte geeignet.

  • Achtung ist bei der nicht immer richtigen Einschätzung geboten, dass vorrangig sehr preisintensive Weine einer besonderen Lagerung bedürfen. Eher das Gegenteil trifft zu. 
  • Zwar ist die richtige Lagerung für alle Weine wichtig, dennoch reagieren günstige Weinsorten eher auf eine ungünstige Lagerung. 
  • Die Reaktion fällt in so einem Fall meist in eine negative Richtung. Das soll heißen, preiswerte Weine neigen schneller zur Oxidation.

  • Benötigt wird für eine optimale Weinlagerung ein Weinkeller oder ein so genannter Weinklimaschrank. Hinzukommt, dass die Lagerungsfaktoren selbstverständlich auch von der Weinsorte abhängen. 
  • Rotwein bedarf etwa keiner zusätzlichen Kühlung. Dieser sollte bei konstanten Umgebungsbedingungen, bei Zimmertemperatur gelagert werden. Hierzu bietet der Klimaschrank den Vorteil, in verschiedene Klimazonen einteilbar zu sein. 
  • So kann etwa Weißwein gekühlt gelagert werden, während der gute rote Tropfen in wärmerer Umgebung auf seine Öffnung wartet.

  1. Weinklimaschränke haben jedoch leider auch einige Nachteile. Sie sind sehr kostenintensiv in der Anschaffung, generieren einen vergleichsweise hohen Stromverbrauch und können zudem nicht gerade viele Flaschen aufnehmen. An dieser Stelle seien derartige Weinschränke eher für sehr wertvolle und alte Weine empfohlen, welche eine absolut konstante Umgebung benötigen. 
  2. Eine andere Variante der Lagerung ist der klassische Weinkeller. Freilich kann nicht jeder über einen Jahrhunderte alten Gewölbekeller verfügen. Doch auch in herkömmlichen Kellergeschossen ist die Weinlagerung unter gewissen Umständen durchaus zu realisieren. Hierzu gilt es jedoch zu beachten, dass kein Licht auf den Wein treffen darf. Das gilt auch für länger brennendes elektrisches Licht. Besonders empfindlich reagieren Rot- wie auch Weißweine auch Neonröhren. 
  3. Des Weiteren ist eine negative Beeinflussung durch Fremdgerüche in der Nähe der Weinflaschen zu vermeiden. Diese können durch den Korken in den Wein gelangen und das Aroma verfälschen oder gar zerstören. Die Temperatur des Kellers sollte etwa bei 20 Grad Celsius oder weniger liegen. Diese muss zudem konstant vorherrschen. Der gute Wein bedarf zwar einer gewissen Luftfeuchte, dennoch darf diese nicht zu stark ausgeprägt sein. Tritt beispielsweise bereits Schimmel an einigen Stellen des Kellers auf, so ist hier von einer Weinlagerung abzusehen.
  4. Alternativ zu Weinklimaschrank und Weinkeller ist auch der Dachboden unter den oben erwähnten Voraussetzung als Weinlagerstätte zu gebrauchen.

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