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Wie man Bärlauch möglichst lange aufbewahren kann

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Frühjahrszeit ist Bärlauchzeit!
Dieser kleinen Zwiebel gelingt es, über die Wintermonate tief in der Erde sitzend, im Frühjahr wahre Wunder zu bewirken.

Um die positiven gesundheitlichen Eigenschaften des Bärlauchs auch für das restliche Jahr zu konsumieren, müssen die Bärlauchblätter haltbar gemacht werden.

 

Tipps

  • Bitte immer nur Bärlauch verwenden, der noch nicht vollständig in der Blüte steht, sonst bilden sich Bitterstoffe!
  • Bevor die Blätter haltbar gemacht werden immer 1-2 Stunden in Wasser einlegen. Das nimmt die Bitterstoffe aus den Blättern.
  • Die Lagerung sollte, egal mit welcher Methode, immer kühl und dunkel sein, so ist eine lange Haltbarkeit gewährleistet und die Geschmacksstoffe bleiben erhalten.
  • Fett ist immer der bessere Geschmacksträger (beim Einlegen erhalten), gegenüber dem Einfrieren.

Ein Knoblauchduft liegt in der Luft!

Bärlauch ist die Heilpflanze der Germanen. Lange wurde er geschätzt und verehrt. Viele Jahre später, verdrängte Knoblauch das wertvolle Lauchgewächs. Obwohl die Eigenschaften und gesundheitlichen Vorzüge nahezu identisch sind. Bärlauch besitzt jedoch den Vorteil, keinen unangenehmen Körpergeruch zu verbreiten.

Spürt man den Duft von Knoblauch bei einem Waldspaziergang im Frühling in der Nase, wird sich vermutlich ein Bärlauchhain in unmittelbarer Nähe befinden.

Im Mai verwandelt der Bärlauch die Wälder in ein weißes Blütenmeer und bereits Ende Anfang April lässt er sich ernten, sodass wir nach dem Verzehr von den gesundheitsfördernden Nährstoffen profitieren können.

 

Erkennen und Zubereiten des Bärlauchs:

Bärlauch wächst meist in Waldgebieten. Man sagt, Wälder, wo Bärlauch wächst, sind gesund. Vermutlich liegt das an den zahlreichen stoffwechselanregenden Schwefelverbindungen. Nicht zu verwechseln ist der Bärlauch mit den giftigen Maiglöckchen, welche sich in ihrer Blattform ähneln.

Bärlauch lässt sich einfach und schnell zubereiten und kann vielfältig eingesetzt werden. Verwendet werden kann alles, vom Stängel, über die Blätter bis hin zur Knospe. Fest steht, die Wirkung kommt einer Entschlackungskur gleich.

 

Die Entschlackungskur verlängern…

Es gibt einige Möglichkeiten:

Die wohl beliebteste Methode ist das Einlegen in Öl und das Zubereiten eines Bärlauchpestos. Hier wird das Aroma erhalten und man kann es das ganze Jahr über verwenden. Etwa eine Handvoll Bärlauchblätter werden hierzu fein gehackt. Im Originalrezept wird Basilikum als unterstützendes Aromakraut verwendet. Man kann aber auch auf Petersilie oder Sellerie zurückgreifen. Die Blätter werden durch einen Fleischwolf oder ein Gemüsepresse gedreht. Oliven- oder Sonnenblumenöl mit etwas Salz mischen und über die Bärlauchmasse geben. Hinzufügen lassen sich geröstete Pinienkerne und Parmesankäse. In verschließbare Gläser geben und kühl und dunkel lagern.

 

Das Trocknen:

Dabei büßt man allerdings Aroma ein. Die Blätter werden bei angelehnter Ofentür mit etwa 50-80 Grad Celsius getrocknet. Man kann sie danach klein hacken und in Gläsern aufbewahren.

Bärlauch lässt sich auch gut einfrieren. Dazu die klein gehackten Blätter mit einigen Tropfen Wasser in einen durchsichtigen Gefrierbeutel geben und gut verschließen. So bleibt er über ein Jahr haltbar.

 

Beherzigt man alles, erhält man neben den vielen gesundheitsfördernden Effekten, auch ein hervorragendes Gewürz, passend zu fast allen Fleischgerichten, Nudeln, Kartoffeln oder Salaten.

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