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Wie verhält man sich, wenn Kinder an Alpträumen leiden?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:44
Treten Albträume häufiger oder sogar regelmäßig über einen längeren Zeitraum auf, dann...

Die Ursachen für Albträume sind vielfältig und es bedarf einem Maß an Empathie in die kindliche Gedankenwelt, um das Auftreten der Albträume zu verstehen. Albträume sind wie bei Erwachsenen zunächst Bestandteil der unbedenklichen nächtlichen Verarbeitung erlebter Situationen.
Treten Albträume häufiger oder sogar regelmäßig über einen längeren Zeitraum auf, dann sollte man unbedingt aufmerksam werden.
Was sind die Inhalte des Traums? Wird das Kind im Traum bedroht, sind die Inhalte der Verlust eines Freundes oder der Tod eines Familienmitglieds?
Der Trauminhalt sagt etwas über die Angst des Kindes aus und man sollte sich Gedanken darüber machen. Ein Gespräch mit dem Kind über den Traum ist wichtig. Natürlich sind vorausgegangene traumatische Erfahrung ein Grund, doch wenn nichts Offensichtliches vorliegt, sagt das nichts über eine eventuell unbekannte Belastung des Kindes aus. Vielleicht hat es bei einem Freund einen Horrorfilm gesehen und traut sich nicht, davon zu erzählen, weil es einem Verbot unterlag.

  • Als Laie kann man nicht psychologisch gezielt aktiv werden, doch wer sein Kind und dessen Wesen einfühlsam betrachtet, kann zunächst ohen fachliche Hilfe versuchen, den Albträumen entgegen zu wirken.
  • Wichtig ist, niemals Druck auszuüben, auch wenn die Schlafstörungen, welche durch die schlechten Träume auftreten, die Nachtruhe der Familie stören. Wenn man es nicht schafft, dem Kind in einer zumutbaren Zeit zu helfen, muss man den Kinderarzt befragen.

  1. Es ist wichtig, dem Kind eine sichere Atmosphäre zu vermitteln, in der es loslassen kann, weil es sich gehalten fühlt. Hierbei helfen Kindern feste Schlafrituale, die aus Vorlesen oder Vorsingen, gemeinsamem Zähneputzen dem Durchsehen eines Bilderbuches und ähnlichen ruhigen Betätigungen bestehen können. 
  2. Ein Glas warme Milch beruhigt und sorgt für wohligen Schlaf.
  3. Bei schwierigen Fällen, in denen das Kind immer wieder in seinem Bett ängstlich wird, kann man ihm zusagen, immer wieder in das Zimmer zu kommen. Die Abstände zwischen diesen elterlichen Besuchen kann man dann immer weiter steigern.
  4. Fernsehen direkt vor dem Schlafen regt das kindliche Gehirn sehr an und sollte unterlassen werden. Ein kleiner Spaziergang oder eine kurze Rollschuhtour vor dem Schlafengehen und ein fester Tagesablauf mit geregelten Zeiten können den Kindern helfen, sich beruhigt in die Schlafsituation einzufinden.

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