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Wo liegt unser Geschmackssinn?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:56
Der Geschmackssinn trägt in ganz erheblichem Umfang zu Lebensfreude bei.

Der Geschmackssinn des Menschen ist erstaunlicherweise der am geringsten ausgebildete aller menschlichen Sinne. So ist es eine Tatsache, dass wir Menschen nur zwischen fünf Geschmacksrichtungen unterscheiden können. Und dennoch trägt der Geschmackssinn in ganz erheblichem Umfang zu Lebensfreude und Lebensqualität bei.

Geschmacksknospen ausschließlich an den Rändern der Zunge

  1. Die Geschmacksknospen auf den Papillen, befinden sich ausschließlich an den Rändern der Zunge. 
  2. Auf dem Zungenrücken, also dem Zentrum der Zunge, sind allerdings so gut wie gar keine Geschmacksrezeptoren angesiedelt. 
  3. So ist aber jede Geschmacksknospe mit mehreren Tausend Schmeckzellen besetzt, diese werden übrigens gustatorische Zellen genannt, wohl leitet sich auch der Ausspruch "je nach Gusto" von dieser Bezeichnung ab.
  4. Eine Aktivierung dieser Sinneszellen findet überwiegend durch feste Nahrung statt. Auch durch Getränke lassen sich die Zellen aktivieren. 
  5. Impulsgebend werden die Geschmacksinformationen dann zum Gehirn geleitet. 
  6. Übrigens schmecken Schmetterlinge mit den Füßen, da können wir Menschen ja wirklich froh sein, dass die Geschmackszellen in unseren Mündern angesiedelt sind. Man stelle sich vor was dies für einen Umstand bedeuten würde, alles Essen und alle Getränke zunächst über die Füße gleiten zu lassen, um etwas zu schmecken!

 Mit zunehmendem Alter nimmt die Fähigkeit zu schmecken ab

  1. Überraschenderweise nimmt allerdings die Fähigkeit zu schmecken mit zunehmendem Alter ab. Sollte man doch davon ausgehen, dass gerade nach einem langen Leben, so viele Geschmackseindrücke von den Geschmackszellen ins Gehirn geleitet wurden, dass das Schmecken sozusagen immer ausgereifter würde. 
  2. So hat ein Säugling noch rund 10.000 Geschmacksknospen, während Erwachsene es im Durchschnitt noch gerade mal auf 5.000 Zellen bringen. 
  3. Allerdings ist dies gar nicht besonders viel, bei Rindern zählt man schon auch mal 35.000 Geschmacksknospen. Der Grund für diese hohe Anzahl an Geschmacksknospen ist die Erkennung von sekundären, giftigen Pflanzenstoffen.
  4. Die Aufteilung von Menschenzungen findet nach "Geschmackszonen" statt. Mit der Zungenspitze schmecken wir "Süßes", mit den seitlichen Zungenrändern "Salziges" und "Saures" und nur mit dem Zungengrund schmecken wir "Bitteres".

Wahrnehmungsschwelle von Geschmacksimpulsen sehr unterschiedlich

  1. So ist aber die Wahrnehmungsschwelle für den Geschmack außerordentlich unterschiedlich. 
  2. Die Qualität des Geschmackssinns wird, wie bei den anderen Sinnen auch, von Erbgut, Lebensweise und Umwelteinflüsse maßgeblich bestimmt. 
  3. Krankheiten die durch Bakterien und Viren verursacht werden sowie beispielsweise auch das Rauchen oder Luftverschmutzung, schmälern den Geschmackssinn ganz erheblich!

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