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Wodka brennen - Wie läuft der Prozess bis zum fertigen Produkt ab?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:53
Wodka ist fast überall auf der Welt ein überaus beliebtes, alkoholisches Getränk.
Deshalb liegt der Gedanke nahe, anstatt viel Geld für das Getränk zu bezahlen, den Wodka einfach selbst zu brennen.

  • Bevor man mit dem Alkoholbrennen beginnt sollte allerdings beachtet werden, dass in verschiedenen Ländern unterschiedliche Gesetze gelten. 
  • Auch in Deutschland möchte der Staat am Alkohol stets mitverdienen. 
  • Nichtsdestoweniger gibt es ein sogenanntes Abfindungsbrennrecht, welches das private Brennen ermöglicht. Hierüber sollte man sich im Vorfeld unbedingt informieren, wenn man das private Brennen betreiben möchte.
  • Das Brennen von Wodka ist eine komplexe und komplizierte Fertigkeit. Neben dem Know-how sollte auch eine entsprechende Ausrüstung zur Verfügung stehen

  1. Wie man Wodka gewinnt, ist der Herstellung von Bier relativ ähnlich. Zuallererst muss die sogenannte Maische hergestellt werden.
  2. Hierzu wird der jeweilige Ausgangsstoff – also entweder zerkleinertes Getreide oder Kartoffeln – mit Wasser vermengt, außerdem werden bestimmte Enzyme hinzugefügt.
  3. Anschließend wird das Ganze erhitzt, hierdurch werden die zugesetzten Enzyme aktiv, dabei werden die Stärkemoleküle aufgespalten.
  4. Der gewonnene Stoff wird nun Maische genannt, welche äußerst süß ist.
  5. Die Maische wird mit Gärhefe vermengt, hierdurch beginnt die Gärung. Dabei wandelt sich der enthaltene Zucker zu Alkohol.
  6. Anschließend beginnt der eigentliche Brenn-Prozess, das Gemisch wird erhitzt, hierdurch entsteht der sogenannte Rohalkohol. Dieser Vorgang wird mehrfach wiederholt, hierdurch steigert sich die Produktqualität. 
  7. Wodka ist dafür bekannt, geschmacksneutral zu sein. Um dies zu erreichen, muss das Destillat gefiltert werden.
  8. Die bis hierhin gewonnene Flüssigkeit wird durch Behältnisse mit Aktivkohle gepumpt, da die Kohle die unerwünschten Fuselöle speichert und somit entzieht.
  9. Es gibt auch noch andere Möglichkeiten, um die Fuselöle zu entziehen. Dies kann außerdem durch Milcheiweiß, Einfrieren oder elektrisch erfolgen.
  10. In dem Gemisch sind nun noch Schwefelteilchen enthalten, diese werden durch Filterpapier entfernt.
  11. An dieser Stelle besteht der Wodka nun fast ausschließlich aus Ethanol und reinem Wasser. Die Geschmacksneutralität unterscheidet Wodka von Kornbrand.
  12. Entscheidend für die Qualität des Wodkas ist der durchgeführte Filterprozess. Weiterhin enthaltene Fuselöle sorgen für niedrige eine Qualität des Endprodukts.
  13. Denn Fuselöle sind es auch schließlich, die am Tag nach dem Wodka-Konsum für einen entsprechenden Kater verantwortlich zu machen sind.

 

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