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Woher kommt der Name "Bärlauch"? - Erklärung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:25
Der Bärlauch ist eine Pflanze, welche in Mitteleuropa beheimatet ist. Schon die Germanen, Römer und

Der Bärlauch ist eine Pflanze, welche in Mitteleuropa beheimatet ist. Schon die Germanen, Römer und Kelten kannten dieses Gewächs, wo die Blütezeit zwischen April und Mai liegt. Das frische Kraut wurde von den damaligen Menschen zum Würzen verwendet, denn die Pflanze war reich an Vitaminen und der Bedarf war besonders im Frühjahr sehr hoch. Zur damaligen Zeit wurden besonders wirksame Pflanzen nach Bären benannt, welche die Menschen wegen ihrer Kraft und Fruchtbarkeit verehrten. So entstanden die Namen wie Bärlauch, Bärenklau, Bärwurz oder Bärentraube.

  • In Deutschland darf die Pflanze zum privaten Verzehr gesammelt werden, es ist allerdings verboten, in Landschaftsschutzgebieten danach zu suchen.
  • Außerdem ist es nicht erlaubt, die wilden Bestände der Pflanzen zu beeinträchtigen oder zu vernichten. Der gewerbliche Handel bedarf einer Genehmigung.

Begriffliche Hintergründe

  • Obwohl die Pflanze komplett gegessen werden kann, werden vorwiegend die Blätter genutzt.
    Die Menschen schätzen den Bärlauch als schmackhaftes Gewürz und die Blätter werden sehr gern zum Verfeinern von Kräuterquark, Suppen oder Soßen verwendet. Der frische Bärlauch besitzt einen hohen Anteil an Vitamin C, und ätherischen Ölen. Weitere Inhaltsstoffe sind Eisen, Magnesium und weitere Spurenelemente.
  • Der Bärlauch steht seinem Bruder, dem Knoblauch in keiner Form nach und hat sogar den Vorteil, dass der für einige Menschen unangenehme Geruch entfällt. In den verschiedenen Landstrichen wird die Pflanze sehr unterschiedlich genannt.
    • Wilder Knoblauch
    • Waldherre
    • Ramsen
    • Knoblauchspinat
    • Zigeunerlauch
    • Hexenzwiebel
  • Ist irgendwo von diesen Pflanzen die Rede, so ist schlicht und einfach der Bärlauch gemeint. Es zeigt, wie weit diese Pflanze verbreitet ist und diese wird fast in jeder Küche zum Würzen der Speisen eingesetzt.
  • Im Handel werden Nahrungsergänzungsmittel in Form von Tabletten und Tropfen angeboten. Besonders nach einer Erkältung muss der Vitaminhaushalt wieder ausgeglichen werden.
  • Auch im medizinischen Bereich wird diese Pflanze angewendet, um leichtere Beschwerden zu beseitigen. Viele Leute nutzen die Blätter bei Beschwerden mit dem Magen oder Darm. Besonders nach einer fettreichen Kost sorgen die ätherischen Öle für eine Linderung der Magenbeschwerden.
  • Bärlauch kommt auch als Heilmittel bei Problemen mit den Atemwegen, Bluthochdruck, Arteriosklerose und bei Wurmbefall zum Einsatz. Die gesamten Inhaltsstoffe wirken sich sehr positiv auf den gesamten Körper aus und wer regelmäßig etwas von der Pflanze zu sich nimmt, hat weniger gesundheitliche Probleme.

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