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Die richtige Unterwäsche beim Wintersport: Was ist zu beachten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:29
Beim Wintersport kommt es, um frieren oder schwitzen zu vermeiden, auf die richtige Unterwäsche an.
In Baumwollunterwäsche kann man an kalten Skitagen schnell frieren, weil der Schweiß nicht richtig vom Körper abtransportiert wird. Spätestens am Lift beginnt der Skifahrer dann zu frösteln. Die optimale Skiunterwäsche sollte das hautnahe Mikroklima optimieren, dabei wärmen und Schweiß gut abtransportieren. 

Moderne Technologien vereinen nachfolgende Funktionen:

  • Halten den Körper warm
  • Transportieren Schweiß rasch ab
  • Verhindern ein unangenehmes Nässegefühl und frieren

Der Aubau moderner Skiunterwäsche

  • Beim Wintersport kühlt der Körper durch die langen, inaktiven Phasen beim Lift fahren schnell aus. Deswegen ist es wichtig, Verdunstungskälte als Effekt des Schwitzens zu vermeiden. Meist wird moderne Skiunterwäsche deshalb aus 2 hauchdünnen Gewebeschichten gefertigt. Die zwei Schichten isolieren, durch das entstehende Luftpolster, gut gegen die Kälte. Zusätzlich übernehmen die Gewebeschichten unterschiedliche Funktionen. Die hautnahe Schicht besteht meist aus weichem Funktionsvelours. Sie saugt den Schweiß wie ein Schwamm von der Haut auf und gibt ihn an die zweite Schicht ab. 
  • Diese verdunstet den Schweiß bzw. gibt ihn an die darüber liegende Bekleidung ab. Da die Veloursschicht durch die besondere Faserstruktur zusätzlich sehr viel Wärme speichert, spürt der Skifahrer von der Verdunstungskälte der Außenschicht kaum etwas. Diese zweischichtigen Systeme sind zudem höchst atmungsaktiv und vermeiden bei höheren Außentemperaturen einen unangenehmen Wärmestau. Die richtige Unterwäsche beim Wintersport verhilft durch gute Klimatisierung der Haut zu einem angenehmen Temperaturgefühl.

Auch die richtige Passform ist wichtig

  • Um ihre Funktion optimal erfüllen zu können, sollte die Skiunterwäsche hauteng anliegen. Nur so ist gewährleistet, dass Schweiß schnellstmöglich aufgesaugt und weiter transportiert wird. Befinden sich zwischen Haut und Unterwäsche Luftschichten, wird der Schweiß in die Unterwäsche verdunstet statt aufgesaugt zu werden. Der Skiläufer friert beim Wintersport durch die entstehende Verdunstungskälte.

Auch natürliche Merinowolle klimatisiert 

  • Alternativ zu modernen Technologiegeweben hat sich Skiunterwäsche aus Merinowolle bewährt. Wolle speichert 30 % ihres Eigengewichts an Wasser, gibt dieses jedoch rasch wieder ab. Außerdem hat Wolle einen sehr hohen Wärmefaktor und fühlt sich auf der Haut natürlicher an als moderne Gewebe. Meist besteht Skiunterwäsche aus Wolle wegen der besseren Pflegeeigenschaften zu einem kleinen Teil aus Kunstfasern.

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