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Wie reinigt man Seide?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:44
Etliche Kleidungsstücke aus Seide gibt man am besten in die sachkundige Pflege einer Reinigung...

Wer Kleidung aus Seide besitzt, weiß ihre besonderen Eigenschaften wie Temperaturausgleich und angenehmes Hautgefühl zu schätzen, ist sich aber auch der Empfindlichkeit dieses Materials bewusst, insbesondere was das Reinigen angeht. Etliche Kleidungsstücke aus Seide gibt man am besten in die sachkundige Pflege einer Reinigung, beispielsweise Anzüge und Kostüme, Crêpegewebe und Seidentaft. Seidenblusen oder -hemden kann man hingegen auch selbst waschen, am besten per Handwäsche.

Unbedingt vermeiden sollte man:

  • Waschmittel mit Aufhellern oder Bleichmittel
  • Seide mit Parfüm oder Deo einsprühen
  • Flecken mit Wasser entfernen wollen
  • nasse Seide auswringen oder ziehen
  • Seide längere Zeit starkem Sonnenlicht aussetzen
  • zu heiß bügeln
  • beim Bügeln mit Wasser einsprühen

  • Handwaschbecken
  • lauwarmes oder kaltes Wasser
  • Seidenshampoo oder milde Seife
  • Weinessig
  • trockene Handtücher
  • Bügeleisen mit Temperatureinstellung

  1. Dunkle oder bedruckte Seide in kaltem Wasser waschen, nicht einweichen, andernfalls könnte die Farbe "ausbluten". Andere Seidenstücke können 3 - 5 Minuten in lauwarmen Wasser eingeweicht werden. Das Seidenshampoo oder die milde Seife sparsam dosieren, kein "Schaumbad" anrichten.
  2. Den Stoff vorsichtig hin und her bewegen, nicht reiben oder auswringen, da der aufgeweichte Stoff sehr empfindlich ist.
  3. Nach höchstens 5 Minuten den Seidenstoff entnehmen und vorsichtig in kaltem Wasser, dem ein Teelöffel Weinessig zugesetzt wurde, ausspülen.
  4. Falls noch Schaum auf der Wasseroberfläche schwimmen sollte, nochmals in frischem Wasser mit Essig ausspülen. Der Essig entfernt Kalk- und Seifenrückstände aus dem Stoff, die sich als unschöne Kränze bemerkbar machen könnten.
  5. Die Seide in ein oder mehrere trockene Handtücher einwickeln, nicht auswringen! Für dunkle oder bedruckte Seide legt man am besten mehrere trockene Handtücher übereinander.
  6. Das Seidenstück auf einem trockenen Handtuch flach ausbreiten und sehr behutsam an den Rändern in Form ziehen. Keine Gewalt ausüben, nasse Seide reißt sehr schnell!
  7. Wenn die Seide noch leicht feucht ist, auf der Rückseite bügeln. Die Temperatur des Bügeleisens sollte genau eingestellt sein (meistens ist die richtige Einstellung "zwei Punkte"), damit die Seide keine hässlichen Brandflecken bekommt.
  8. Falls die Seide schon zu trocken ist, nicht mit dem Wäschesprüher befeuchten, das gibt unschöne Flecken. Besser ist es, das Stück in ein feuchtes Handtuch zu wickeln und ein bisschen abzuwarten, bis es wieder gleichmäßig feucht ist.
  9. Wer seine Seidenkleidung vorsichtig behandelt, kann viele Jahre lang Freude daran haben.

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