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Infektionen während der Schwangerschaft - Darauf sollte man achten!

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:28
Viele werdende Mütter haben Angst vor Infektionen während der Schwangerschaft. Nicht ganz unbegründet.

Viele werdende Mütter haben Angst vor Infektionen während der Schwangerschaft, weil viele Infektionen, die für Nicht-Schwangere harmlos verlaufen für das Ungeborene zu einer ernsthaften Gefahr werden können. In Deutschland sind viele dieser Erkrankungen durch Impfungen und den hohen Hygienestandards selten geworden. Dennoch ist es wichtig, sich mit dem Thema zu befassen, um vorbeugende Maßnahmen treffen zu können. Auch die Termine zur Vorsorgeuntersuchung wahrzunehmen, ist sehr wichtig und kann Leben retten.

Zu den wichtigsten Erregern gehören:

  • Röteln-Virus und Parvovirus B19
  • Hepatitis-Viren
  • Herpes-Viren
  • Varizella-Zoster-Virus (Windpocken)
  • Masern- und Mumps-Vieren
  • Humane-Zytomegalie-Virus
  • Hi-Viren
  • Verschiedene Bakterien, die für Geschlechtskrankheiten verantwortlich sind wie Gonokokken (Tripper), Chlamydien und Treponema pallidum (Syphillis)
  • Streptococcus agalactiae
  • Listerien
  • Toxoplamsa gondii
  • Candida

  • Einen Großteil dieser Erreger kann mit etwas Vorsicht abgewendet werden. So sollte der Impfschutz überprüft werden und das Risiko einer Toxoplasmose oder Listeriose verringert sich, wenn auf rohe Lebensmittel verzichtet wird, was auch für Rohkäse, Kopfsalat und geräucherte Produkte gilt. 
  • Allerdings ist es auch so, dass Listeriose zu einer der überbewertesten Krankheiten überhaupt gehört. Bei einem Ausbruch ist sie durchaus ernst zu nehmen, allerdings sind in den letzten Jahrzehnten in Deutschland jährlich nur zwischen zwanzig und vierzig Säuglinge betroffen gewesen. 
  • Es ist also durchaus wichtig darauf zu achten, allerdings sollten sich werdende Mutter nicht all zu sehr stressen, falls ihnen bei ihrer Ernährung eine Unachtsamkeit unterläuft. Das Risiko für das Kind hängt dabei auch mit dem Zeitpunkt zusammen, an dem die Infektion stattfindet. 
  • Toxoplasmose ist beispielsweise im ersten Drittel für das Kind kaum ansteckend, die Wahrscheinlichkeit steigt jedoch an. Zugleich wäre Toxoplasmose für ein Kind in den ersten Wochen der Schwangerschaft besonders gefährlich.
  • Wichtig sind vor allem die Vorsorgeuntersuchungen. Da viele Infektionen während der Schwangerschaft bei der Mutter keine ausgeprägten Symptome hervorrufen, sondern sich eher durch Unwohlsein, Müdigkeit und leichten Schmerzen äußern, ist es wichtig, auch kleinere Auffälligkeiten mit Haus- oder Frauenarzt abzuklären. 
  • Die Vorsorgeuntersuchungen helfen außerdem dabei, Pilz- und Bakterieninfektionen des Genitalbereichs schnell zu entdecken und abzuwenden. 
  • Nicht nur in der Schwangerschaft gilt: besser einmal zu viel zum Arzt als zu wenig. Infektionen während der Schwangerschaft können gefährlich werden, sind bei früher Behandlung aber in der Regel leicht in den Griff zu bekommen, ohne dass das Kind gesundheitliche Schäden davon trinkt.

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