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Künstliche Befruchtung - Chancen und Risiken?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
Was kann bei einer sogenannten Unfruchtbarkeit aus medizinischer Sicht gemacht werden?

Trotz regelmäßigem Verkehr tritt die Schwangerschaft nicht ein, das Paar wünscht sich aber sehnlichst ein Kind. Was kann bei einer sogenannten Unfruchtbarkeit aus medizinischer Sicht gemacht werden?

  1. Der erste Weg ist natürlich die Beratung durch einen Fachmediziner, bevor man an die künstliche Befruchtung denkt. Die Unfruchtbarkeit kann unterschiedlichen Ausgang haben, auch Stress, Alkohol oder sogar Leistungssport kann dazu führen. Statistisch gesehen liegen die Gründe der Unfruchtbarkeit 50:50 bei Mann und Frau.
  2. Oft kann durch diese Gespräche und Untersuchungen die Blockade gelöst werden und eine normale Befruchtung erfolgt.
  3. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein und nachdem der Grund der Unfruchtbarkeit festgestellt wurde, kann die Entscheidung getroffen werden, welche Methode der künstlichen Befruchtung man wählt.
  4. Es gibt zwei Methoden, die IVF (In-vitro-Fertilisation), die Befruchtung wird außerhalb des Körpers durchgeführt und danach zum richtigen Zeitpunkt in die Gebärmutter der Frau eingesetzt.
  5. Die zweite Methode wäre die ICSI (Intraszytoplasmatischen Spermieninjektion).
  6. Dabei werden die Spermien in die Eizelle injiziert. Diese Methode wird auch als Zusatzmaßnahme durchgeführt, wenn die Samenqualität etwas schlechter sein sollte. Danach geht der Vorgang gleich weiter wie oben beschrieben.
  7. Die Möglichkeit, dass die Befruchtung durch eine Injektion im Körper der Frau durchgeführt wird, besteht jedoch auch. Zum Zeitpunkt des Eisprungs werden die Spermien, die zuvor gereinigt wurden, in die Gebärmutter eingeführt.
  8. Im Durchschnitt liegt der Erfolg einer Schwangerschaft in diesen Fällen bei 20 Prozent. Im Fall einer Kinderwunschbehandlung bei 70 Prozent, dazu werden aber bis zu sechs Versuche benötigt.
  9. Das Risiko einer künstlichen Befruchtung wäre zum Beispiel, dass es zu einer Mehrlingsgeburt kommen könnte. Das sollte sich das Paar vor der künstlichen Befruchtung genau überlegen, ob sie diese Belastung eingehen wollen.
  10. Genaue Untersuchungen, intensive Beratungsgespräche und Aufklärung sollten auf alle Fälle vor einem Eingriff erfolgen.

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