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Scheidenkrampf beim Sex - Was tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:06
Aus der anfänglichen Euphorie wird aber leider ganz schnell eine ziemliche Quälerei.

Es könnte nicht wirklich schlimmer kommen. Du hast einen tollen Abend geplant mit einem super attraktiven Mann und alleine bei dem Gedanken an einen näheren Körperkontakt bist du wie elektrisiert. Du hast alles geplant und die Atmoshäre lässt alles zu, ihr kommt euch nächer und nach einem ausführlichen Vorspiel kommt es endlich zu einer körperlichen Vereinigung zwischen euch beiden.

Aus der anfänglichen Euphorie wird aber leider ganz schnell eine ziemliche Quälerei für euch beide, da euer sexueller Kontakt nicht wie sonst üblich zu körperlicher Entspannung führt, sondern stattdessen bei dir einen ausgewachsenen Scheidenkrampf auslöst.

Dieser kann bereits entstehen bevor dein Partner in dich eingedrungen ist und verhindert somit jeglichen sexuellen Kontakt. Oder aber der Scheidenkrampf entsteht beim Geschlechtsverkehr.

  • Beim Scheidenkrampf, dem sogenannten Vaginismus, kommt es zu einem krampfartigen Zusammenziehen der Beckenboden und Scheidenmuskulatur. Ein solcher Krampf ist extrem schmerzhaft und verhindert jeglichen Anflug von Erotik und Sexualitätfür beide Partner.
  • Die Vorstellung allerdings dass der Penis des Mannes bedingt durch einen ausgeprägten Scheidenkrampf der Frau in deren Scheide aussichtslos " gefangen " ist, ist ein ausgewachsener Mythos und hält sich hartnäckig.
  • Man kann durchaus davon sprechen dass eine Scheidenkrampf als Abwehrreaktion des Körpers zu sehen ist. Dieser versucht damit das Eindringen von Penis, Finger, Tampon oder was auch immer zu verhindern.
  • Wie üblich gibt es dafür körperliche und psychische Ursachen. Körperliche Ursachen können beispielweise Muskelfunktionsstörungen in diesem sensiblen Genitalbereich sein.
  • Deutlich häufiger entshet der Vaginismus aber auf dem Boden einer psychischen Ursache. Das können negative Erfahrungen im sexuellen Bereich sein oder aber häufig entsteht das Problem Scheidenkrampf auch nach einer traumatischen Geburt.
  • Dieses Problem ist leider nur schwer zu lösen und verspricht zu einem ausgewachsenen Problem für beide Partner zu werden.
  • Hat die Frau einen Scheidenkrampf und die damit verbundenen starken Schmerzen selbst erlebt, wird sie stets Angst vor der Wiederholung eines solchen Szenarios haben. Die Folge wird sein dass sie sich immer mehr verkrampft und somit in keinster Weise ein entspannter sexueller Kontakt stattfinden kann.
  • Ist das der Fall muss ein kompetenter Frauenarzt aufgesucht werden, der körperliche Ursachen ausschliesst. Es gibt dann zahlreiche Übungen " Gegenstände " in die Scheide einzuführen und diese damit vorsichtig und schmerzfrei zu dehnen.
  • Auch kann der Besuch eines Psychologen ein hilfreicher Schritt zur Entspannung sein wenn die Ursache für den Scheidenkrampf in diesem Bereich zu vermuten ist.
  • Abschliessend bleibt zu sagen dass der Scheidenkrampf leider ein ernst zu nehmendes Problem ist, welches nur durch viel Nähe und Zuwendung und in erster Linie Geduld des Partners zu beherrschen ist.

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