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Schwangerschaftsspezifische Erkrankungen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:28
Es gibt sogenannte schwangerschaftsspezifische Erkrankungen, mit denen sich so manche werdende Mutter auseinandersetzen muss.
Neben den recht häufigen Begleiterscheinungen wie Eisenmangel oder zu niedriger Blutdruck, die sich meist problemlos behandeln lassen, zählt Schwangerschafsdiabetes (Gestationsdiabetes) oder auch das unstillbare Schwangerschaftserbrechen (Hyperemesis gravidarum) zu den tiefgreifenden Erkrankungen während der Schwangerschaft. Sie betreffen nur wenige Schwangere, erfordern aber eine umgehende Behandlung durch den Frauenarzt.

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  • HELLP Syndrom
  • Was ist Schwangerschaftsdiabetes?
  • Schwangerschaftsdiabetes

    • Um einen Schwangerschafsdiabetes auszuschließen, wird inzwischen bei nahezu allen Schwangeren zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche ein Glukosetoleranztest durchgeführt. Die werdende Mutter muss dazu nüchtern in der Praxis erscheinen und in bestimmten Abständen ein Glukose-Getränk oral zu sich nehmen.
    • Anschließend werden die Blutzucker-Werte betimmt, um zu prüfen, ob möglicherweise eine gestörte Glukosetoleranz vorliegt. Der Gestationsdiabetes gilt als Gefahr für das Ungeborene, weil er schlimmstenfalls zu Früh- oder sogar Totgeburten führen kann.
    • Neugeborene betroffener Mütter können unter einer Reifestörung der Lungen leiden, was wiederum zu einem Atemnotsyndrom führen kann. Schwangerschaftsspezifische Erkrankungen wie der Gestationsdiabetes dürfen daher nicht auf die leichte Schulter genommen werden!

    • Zu den schwangerschaftsspezifischen Erkrankungen gehört auch Hyperemesis gravidarum. Nahezu fünfzehn Prozent aller Schwangeren leiden unter dieser Form des Schwangerschaftserbrechens. Diese Erkrankung hat mit der morgendlichen Übelkeit, unter der Schwangere nach dem Aufstehen im ersten Schwangerschaftsdrittel oft leiden, nichts zu tun.
    • Beim unstillbaren Schwangerschaftserbrechen müssen sich betroffene Frauen mehrfach am Tag übergeben und können fast nichts mehr essen und trinken. Oft hält dieser Zustand fast die gesamte Schwangerschaft über an und bessert sich erst im letzten Schwangerschaftsdrittel. Betroffene Frauen müssen oft stationär behandelt werden und erhalten Infusionen, damit sowohl die Mutter als auch das Ungeborene mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden.
    • Schwangerschaftsspezifische Erkrankungen wie Hyperemesis gravidarum gehören in die Hände von fachkundigen Ärzten, damit die Schwangere und das Ungeborene keine gesundheitlichen Schäden erleiden.
    • Eine weitere ernsthafte Erkrankung in der Schwangerschaft ist das HELLP-Syndrom, bei dem es zur Ablösung der Plazenta kommen kann. Für Mutter und Kind besteht akute Lebensgefahr! Begleiterscheinungen können starke Übelkeit mit Erbrechen und Durchfall, Sehstörungen und Oberbauchschmerzen sein. Bei entsprechenden Symptomen wird in aller Regel sofort gehandelt und das Kind per Kaiserschnitt auf die Welt geholt.

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