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Unterwassergeburt? - Den Ablauf verstehen

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:58
Wenn du ein gutes Gefühl dabei hast – dann los.

Von "natürlich" bis zum Albumcover der einstigen Rockgruppe "Nirvana" können einem zu diesem Thema viele Bilder in den Sinn kommen.

Eine Geburt ist zweifellos etwas Wundersames und glücklicherweise sind wir auch in Deutschland mittlerweile etwas freizügiger im Umgang damit geworden, ob wir im Kreissaal des mehr oder weniger keimfreien Krankenhauses mit Zangen, Glocken und sonstigen Hilfsmitteln gebären oder ob wir etwas anderes probieren möchten. So kann eine Unter- oder auch einfach Wassergeburt ein Erlebnis sein, das man am liebsten gleich wiederholen ... oder es eben auch lieber erst einmal lassen möchte.

  • Auf jedem Fall solltest du dich sehr gut informieren.
  • Sprich mit deiner Hebamme über deine Idee. Sie weiß bestimmt, ob das Kranken- oder Geburtshaus in eurer Stadt auch Wassergeburten anbietet oder ob man auf andere Institutionen oder Orte ausweichen könnte. 
  • Auch das eigene Zuhause ist vielleicht eine Option und bietet unerwartete Vorzüge.
  • Kläre Kontraindikationen ab. Es gibt Anzeichen innerhalb einer Schwangerschaft, die anderen Methoden eventuell den Vorrang geben.
  • Schaue dir die Räumlichkeiten vorher an, frage den werdenden Neuankömmling ruhig auch einmal im Stillen … und wenn du ein gutes Gefühl dabei hast – dann los.

  1. Das Gebärbecken, meistens ist es eine Eckbadewanne oder etwas, das an einen Whirlpool erinnert, lockt dich mit warmen 34-36 °C. 
  2. Das Wasser geht dir bis zum Nabel. Die Herztöne deines Kindes werden über wasserdichte Schallköpfe per Funk übertragen. 
  3. Die netten Herrschaften am Beckenrand sind die, die du eingeladen hast: deine Hebamme und dein Partner. Ihr schaut euch an und macht genau das, was ihr zuvor immer wieder geübt habt. 
  4. Vielleicht schaut auch der Arzt einmal vorbei. Kläre am besten vorher ab, inwieweit das als positives oder weniger gutes Zeichen zu verstehen ist.
  5. Entspann dich. Es ist erwiesen, dass sich gebärende Frauen in dem warmen Wasser viel besser entspannen. Das kannst du auch. 
  6. Die Geburtszeit ist meistens wesentlich kürzer, der Geburtsstress für das Kind geringer. Im Wasser ist alles leichter, jede Bewegung, das Wasser dämmt den Schmerz. 
  7. Falls du dich doch für Schmerzmittel entscheiden solltest, wäre das Bad damit beendet. Aber nein, alles geht gut, du staunst: dein Kind kann tauchen … und nun liegt es auf deinem Bauch. 
  8. Alles ist gut. So kann es sein. Und das schöne an einer (Unter-) Wassergeburt ist vielleicht auch, dass ihr schneller wieder auf die Beine und nach Hause kommt, als die anderen Damen, die sich für eine der trockeneren Varianten entschieden haben.

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