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Verbotene Lebensmittel während der Schwangerschaft?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:49
Werdende Mütter sollten äußerst penibel auf ihre Essgewohnheiten achten.

Eine Schwangerschaft ist für die meisten werdenden Eltern ein sehr freudiges Ereignis mit unendlich viel Lebensglück. Damit dies auch die nächsten neun Monate der Schwangerschaft und darüber hinaus in der Stillzeit anhält, sollten werdende Mütter äußerst penibel ihre Essgewohnheiten während der Schwangerschaft als auch in der Zeit des Stillens hinterfragen.

  • Erreger und Keime, welche durch den Verzehr von Lebensmittel auf die schwangeren Frau übertragen werden, führen beim Ungeborenen trotz der Schutzwirkung der Plazenta oftmals zu Komplikationen. Dieses auch wenn die Mutter nicht einmal eine Erkrankung bei sich bemerkt. Dabei können schwerste Schädigungen des ungeborenen Kindes entstehen.
  • Die sorgsame Auswahl der Lebensmittel und die entsprechende Hygiene im Umgang mit diesen, sollte daher besonders in der Schwangerschaft oberste Priorität haben.

  1. Verzicht auf Alkohol sollte während der gesamten Schwangerschaft ein Muss sein, da dieses zu einer Zellzerstörung, besonders im Gehirn eines ungeborenen Kindes, führt.
  2. Verzehren von rohem Fleisch, wie wir es beispielsweise bei Tatar, Teewurst oder luftgetrocknetem Schinken und Salami vorfinden, sollte ebenfalls gemieden werden. Es können Toxoplasmose - Erreger enthalten sein mit negativen Auswirkungen auf die gesunde Weiterentwicklung.
  3. Gefährlichen Listeriose-Bakterien werden durch nicht pasteurisierte und nicht sorgfältig verarbeitete Milchprodukte übertragen. Der Genuss von Rohmilchkäse (z.B. diverse Brie, Gorgonzola, Feta und andere Käsevarianten) sollte nur durch ausreichendes Erhitzen genossen werden. Bei Unsicherheit sollte das Fachpersonal eine Auskunft geben können.
  4. Verzehr von rohem Fisch beinhaltet ebenfalls die Gefahr der Listeriose-Bakterien. Die Komplikationen einer Infektion auf das Baby durch diese Bakterien können mit schweren und bleibenden Hirnschädigungen sich auswirken.
  5. Speisen mit rohen Eiern (z.B. Tiramisu, Mayonnaise, Zabaione) sollte aufgrund der Salmonellengefahr gemieden werden.
  6. Kräutertees können durch ihre Heilpflanzenwirkung negative Auswirkungen auf die Physiologie des Kindes haben. Der Einsatz muss daher abgewogen werden und vorher abgeklärt werden.
  7. Verzehr von Leber kann unter Umständen zu einer Überdosierung von Vitamin A führen. Dieses kann zu Missbildungen bei Nieren und Leber des Kindes führen.
  8. Auch wenn das ganze sehr abschreckend wirkt; Vorsicht ist besser als Nachsicht. Ärzte und Hebammen können bei Zweifel Rückfragen beantworten und helfen, letzte Unsicherheiten zu beseitigen.

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