Foto: Shutterstock.com

Was sollte man bei der "Pille danach" beachten?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
s kann die vergessene Einnahme der Antibabypille sein oder das geplatzte Kondom...

Aus ganz unterschiedlichen Gründen kann es dazu kommen, dass Frauen nach dem Geschlechtsverkehr befürchten ungewollt Schwanger zu werden. Ein Grund sind fehlende Verhütungsmaßnahmen. Ein weiterer Grund ist die Unsicherheit darüber, ob die verwendete Verhütungsmethode tatsächlich ihren Zweck erfüllt hat oder nicht. Es kann die vergessene Einnahme der Antibabypille sein oder das geplatzte Kondom, das ungewisse Gefühl ist dasselbe. In solchen Ausnahmesituationen kann die „Pille danach“ ein Ausweg sein.
Basis dieses Medikaments sind stark dosierte Gestagene. Je nachdem wie weit der aktuelle Zyklus der Frau vorangeschritten ist, verhindert die Pille die Einnistung der befruchteten Eizelle, verlangsamt die Eizelle auf dem Weg vom Eileiter in die Gebärmutter oder stoppt den Eisprung. Dieses Medikament ist in Deutschland Österreich und der Schweiz verschreibungspflichtig

  • Hinsichtlich der Nebenwirkungen und Wirksamkeit sind einige Dinge zu beachten. Die Verwendung der „Pille danach“ ist ein hormoneller Eingriff in den Zyklus. 
  • Das bedeutet, dass beispielsweise die Antibabypille ihre Wirkung verliert und auf andere Verhütungsmethoden zurückgegriffen werden muss. 
  • Wie lange, das beantwortet am besten ein Arzt. 
  • Auf der anderen Seite kann die „Pille danach“ von anderen Medikamenten wie Antibiotika beeinträchtigt werden. 
  • Die Wirksamkeit ist bis zu 24 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr am größten, danach sinkt sie fortlaufend. 
  • Nach 72 Stunden kann sich eine potentiell befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einnisten. Wenn das geschehen ist, beeinträchtigt diese Pille die entstandene Schwangerschaft nicht mehr.

Wenn feststeht, dass eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen werden kann und die „Pille danach“ dies verhindern soll, müssen die folgenden Schritte beachtet werden. Wichtig ist hierbei, dass für die ersten vier Schritte ein Zeitraum von maximal 72 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingehalten werden muss.

 

  1. Bei unter 14 Jahre alten Mädchen wird eine Erlaubnis der Eltern benötigt. Bei Mädchen bis 16 Jahren kann eine Bestätigung der Eltern vom Frauenarzt verlangt werden. Diese Erlaubnis muss vor dem Arztbesuch eingeholt werden.
  2. Von einem Arzt kann die „Pille danach“ verordnet werden. Dies muss kein Frauenarzt sein, auch Hausärzte, einige Krankenhäuser sowie deren Notfallpraxen und andere medizinische Einrichtungen können hierfür als Anlaufstelle genutzt werden. In der Regel wird ein ärztliches Gespräch über die Einnahme, Nebenwirkungen und Folgen der Einnahme geführt.
  3. Nun muss das Medikament in einer Apotheke abgeholt und gegebenenfalls bezahlt werden.
  4. Wichtigster Punkt bei der Durchführung ist die rechtzeitige und richtige Einnahme der Pille. Über die richtige Einnahme berät regulär der aufgesuchte Arzt, aber auch Apotheker und Packungsbeilage können Zweifel ausräumen.
  5. Nach etwa drei Wochen sollte von einem Frauenarzt eine Kontrolle durchgeführt werden.

Kommentare