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Was tun bei Milchstau?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:52
Viele Frauen erleben während der Stillzeit einen Milchstau.

Sie wollen ihr Baby möglichst lange Stillen, aber plötzlich schmerzen, ihre Brüste, sind druckempfindlich und gerötet. Eventuell kommt noch leichtes Fieber hinzu. Die Brust, in der sich der Milchstau befindet, fühlt sich oft sehr warm an. Viele Frauen erleben während der Stillzeit einen Milchstau.

  • Ein Milchstau ist schmerzhaft, schadet aber weder dem Stillen noch dem Baby. 
  • Keinesfalls sollte ein Milchstau der Grund fürs Abstillen sein! 
  • Meistens entsteht er, weil der Milchspendereflex gestört ist. Dafür ist in den meisten Fällen Stress die Ursache. 
  • Der Abfluss der Milch kann auch durch zu enge Kleidung (oftmals ein zu enger BH) entstehen, da dadurch die Milchgänge eingeklemmt werden. 
  • Eine andere häufige Ursache ist, dass die Brust beim Stillen nicht vollständig entleert wurde, weil das Kind falsch angelegt wurde oder zu kurz gesaugt hat.
  • Aus einem Milchstau kann schnell eine Brustentzündung (Mastitis) entstehem. Die Anzeichen hierfür sind hohes Fieber, grippeartige Symptome, Schüttelfrost und starke Schmerzen an der betroffenen Brust. 
  • In diesem Fall muss sofort der Arzt aufgesucht werden! Eine Mastitis ist eine ernstzunehmende Erkrankung, bei der absolute Bettruhe gilt. Oftmals muss ein Antibiotikum verschrieben werden. Mittlerweile gibt es Medikamente , die auch von den Stillkindern gut vertragen werden.

  1. Sofortige Ruhe und Entspannung! Die Hausarbeit muss warten, hole dir, wenn möglich Hilfe von Freunden oder Familie.
  2. Etwa 10 Minuten vor dem Stillen warme Umschläge auf die Brust legen oder heiß duschen. Das fördert den Milchfluss.
  3. Häufiges Anlegen: vermeide lange Stillpausen, auch in der Nacht! Tagsüber möglichst alle zwei Stunden stillen.
  4. Beachte eine gute Stillposition und das korrekte Anlegen. Manchmal kann es auch helfen, im Vierfüßlerstand zu stillen, da so die Milch besser fließen kann. Falls die Brust zu prall ist und das Baby die Warze nicht richtig fassen kann, die Milch mit der Hand ausstreichen oder mit der Hand- oder Elektropumpe auspumpen. 
  5. Umschläge aus Magerquark, gefrorene Kohlblätter oder befeuchtete, gefrorene Windeln wirken schmerzlindernd und abschwellend.

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