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Welchen Sport darf man in der Schwangerschaft ausüben?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:44
Sport ist für Schwanger eine perfekte Geburtsvorbereitung, aber mit Maß und Ziel!

  • Vorab: Wer schwanger ist, ist nicht krank!
  • Sport ist für Schwanger eine perfekte Geburtsvorbereitung, hilft er doch Ausdauer für die Geburt zu bekommen, fit zu bleiben und auch später bei der Rückbildung. Er regt die Durchblutung an und versorgt das Bindegewebe mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff. 
  • Ob und welcher Sport für eine Schwangere sinnvoll ist, hängt immer auch vom Trainingszustand der Schwangeren ab. Gerade untrainierte Schwangere können sich schnell überlasten und eine Fehlgeburt riskieren. 
  • Daher empfiehlt es sich für diese Gruppen zu ausgleichenden und gemäßigten Sportarten wie Walken, Yoga, Schwimmen, Schwangerschaftsgymnastik, Tanzen und Fahrradfahren. 
  • Und das auch nur solange und in dem Umfang, wie sich die Schwangere wohl und gut dabei fühlt.

  1.  Bei trainierten Schwangeren sieht die Sportwahl wieder anders aus. Im frühen Stadium ist sicher nichts gegen normal frequentierten (nicht übermäßigen) Sport auszusetzen. Ob joggen, reiten, Tennis, Teamsport wie Volleyball, oder Fußball. 
  2. Die ersten Monate dürfen diese Sportarten in Maßen ausgeübt werden solange keine Risikoschwangerschaft besteht. 
  3. Trotzdem sollte man sich mit fortschreitenden Stadium (ab ca. dem 5.ten Monat) auch diesen Sportarten als trainierte Schwangere nicht mehr aussetzen. 
  4. Zum einen hat die Schwangere jetzt schon einen Bauch, der z.B. durch einen Sturz oder Zusammenstoß beim Teamsport gefährlich geprellt werden und das ungeborene Kind verletzen könnte. 
  5. Zum anderen aber verändert sich der Körper während der Schwangerschaft. Der Schwerpunkt liegt anders, die Schwangere ist viel unsicherer auf den Beinen und bezüglich des Gleichgewichtes eingeschränkter (jeder kennt den "Watschelgang" einer Hochschwangeren). 
  6. Noch mehr aber verändern die Hormone den Körper. Er bereitet sich langsam auf die Geburt des Kindes vor. Dafür müssen die Muskeln kontraktieren können, Bänder dehnbar sein, damit der Geburtskanal sich öffnen kann und das Kind durch ihn passt. 
  7. Leider bewirken diese hormonellen Veränderungen auch, dass alle anderen Muskeln, Sehnen und Körperteile betroffen sind. 
  8. Eine hohe Verletzungsgefahr z.B. durch Umknicken oder Hinfallen ist nun viel wahrscheinlicher als am Anfang der Schwangerschaft. 
  9. Ebenso erhöht sich die Gefahr einer Fehlgeburt, welche z.B. durch Stöße auf den Beckenboden eintreten kann, wie es beim Reiten oder Joggen der Fall ist. 
  10. Deshalb sollte auch bei trainierten Schwangeren auf solche Sportarten mit erhöhter Verletzungsgefahr im fortgeschrittenen Stadium verzichtet werden.

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