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Wie berechne ich meinen Eisprung?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:55
Der Eisprung, die sogenannte Ovulation, findet einmal pro Zyklus statt.
Dabei wird die Eizelle, die vom ersten Zyklustag an gereift ist, vom Eierstock freigesetzt. Nach dem Eisprung ist die Eizelle noch ca. 12 bis 24 Stunden befruchtungsfähig. Findet eine Befruchtung durch ein Spermium statt, so wandert die befruchtete Eizelle innerhalb von drei bis vier Tagen in die Gebärmutter, wo sie sich einnistet und sich zu einem neuen Lebewesen entwickeln kann. Jede Frau kann ihren Eisprung mit ein wenig Sorgfalt selber berechnen und einigermaßen genau vorhersehen.

  • Der weibliche Zyklus kann durch unvorhersehbare Faktoren immer wieder Schwankungen unterliegen, weshalb der Eisprung im Vorhinein nie mit hundertprozentiger Sicherheit bestimmt werden kann.
  • Hormonelle Verhütungsmittel, wie die Pille, können einen Eisprung komplett unterdrücken.
  • Die Messungen müssen mindestens drei Monate in Folge stattfinden, um einen einigermaßen genauen Zeitpunkt vorhersehen zu können.
  • Eizellen sind 12-24 Stunden befruchtungsfähig. Spermien haben eine Lebensdauer von 4-5 Tagen.
  • Der Eisprung findet in der Zyklusmitte statt. Also bei einer Frau mit einem Zyklus von nur 26 Tagen am 11. bzw. 12. Tag nach Beginn der letzten Menstruation, bei einer Frau mit einem Zyklus von 31 Tagen am 16. bzw. 17 Tag. 
  • Viele Frauen spüren während ihres Eisprungs ein Zwicken im Bauch. Es gibt jedoch auch verschiedene Methoden, den Zeitpunkt des Eisprungs relativ genau zu berechnen.

  • 1 Zyklustabelle bzw. Temperaturkurvenblatt (vorgedruckt oder selbst gemacht)
  • 1 Thermometer, das zwei Stellen hinter dem Komma anzeigt
  • viel Geduld und Disziplin

Die Temperatur-Methode. Die Temperatur einer Frau steigt kurz nach ihrem Eisprung an, daher lässt sich durch Themperaturmessen relativ leicht auf den Zeitpunkt des Eisprunges schließen, wenn man einige Faktoren beachtet. Genauigkeit ist hierbei sehr wichtig.

  1. Zunächst wird die Temperatur jeden Morgen zur gleichen Zeit und an der gleichen Stelle gemessen (entweder in Mund, Scheide oder After). Wichtig ist, die Basaltemperatur zu messen (das heißt: direkt nach dem Aufwachen, aber noch vor dem Aufstehen).
  2. Der entsprechende Wert wird nun in ein Kurvenblatt eingetragen. Kurz nach dem Eisprung steigt die Basaltemperatur an. Auf dem Kurvenblatt muss die Temperatur also sechs Tage hintereinander niedrig sein und dann an drei aufeinanderfolgenden Tagen mindestens 0,2°C höher liegen. Ab dem 4. Tag, an dem die Themperatur höher liegt, ist die Eizelle nicht mehr fruchtbar.
  3. Hat man nun an drei aufeinanderfolgenden Zyklen konsequent die Themperaturmessungen vorgenommen, kann man den Eisprung relativ genau vorhersehen.
  4. Um den Zeitpunkt des Eisprungs noch genauer eingrenzen zu können, können Frauen noch weitere Messungen vornehmen. Beispielsweise mit der Billings-Methode. Dabei wird das Scheidensekret (Zervixschleim) täglich verglichen, das während des Eisprungs dünnflüssiger und klarer wird.
  5. Die Verwendung beider Methoden in Kombination gilt als relativ sicher, um den genauen Zeitpunkt des Eisprungs vorherzusagen.

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