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Wie läuft ein Kaiserschnitt ab?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:53
Schwanger zu werden ist für viele Frauen eine der bedeutendsten Erfahrungen in ihrem Leben.
nbsp;Doch am Ende der Schwangerschaft wartet dann eine schwerwiegende Entscheidung auf die werdende Mutter. Bekommt sie ihr Kind auf dem natürlichen Weg oder per Kaiserschnitt?

Auch wenn das Thema immer noch sehr umstritten ist, kann Frau den Wunsch äußern, ihr Baby per Kaiserschnitt zu bekommen, obwohl keine medizinische Indikation vorliegt.

Außerdem gibt es noch den Not-Kaiserschnitt, welcher immer dann notwendig wird, wenn Komplikationen bei natürlichen Geburten oder in der Schwangerschaft auftreten.

  • Ein Kaiserschnitt ist medizinisch gesehen wesentlich ungefährlicher als eine natürliche Geburt. 
  • Denn bei einer normalen Geburt können wesentlich mehr Komplikationen auftreten, sowohl bei der Mutter als auch bei dem Kind. 
  • Trotzdem bleibt ein Kaiserschnitt eine Operation, die ebenfalls Risiken birgt. Dabei handelt es sich zwar um vorhersehbare und kalkulierbare Risiken, die statistisch gesehen ganz selten vorkommen, aber trotzdem sollte man darüber informiert sein. Dazu gehört zum Beispiel, dass während der Operation Nerven, Muskeln und Gewebe der Mutter verletzt werden können, was irreparable Schaden verursachen kann.
  • Außerdem wird nach einem Kaiserschnitt eine Narbe zurückbleiben, welche dank fortschrittlicher Operationsmethoden zwar kaum sichtbar ist, aber trotzdem während des Heilungsprozesses Probleme bereiten kann. Die frische Narbe kann sich entzünden oder Verhärtungen bilden.

  1. Nach einem Aufklärungsgespräch mit dem zuständigen Anästhesisten, kann die werdende Mutter ihre Zeit bis zum Operationsmorgen in der Regel zu Hause verbringen.
  2. Am Operationstag muss sie morgens nüchtern erscheinen. Nach einem CTG bekommt sie einen Blasenkatheter gelegt und muss die entsprechende OP-Kleidung anziehen. 
  3. Anschließend wird sie in den OP-Raum gebracht, in welchem sie durch den Anästhesisten für die OP vorbereitet wird. 
  4. Üblicherweise bekommt die Mutter nämlich eine Spinalanästhesie gesetzt. Das bedeutet, sie ist bei der OP bei vollem Bewusstsein. Ihr Körper ist lediglich abwärts der Brust taub.
  5. Sobald die Betäubung wirkt, beginnt die OP. Natürlich ist der Blick der werdenden Mutter auf ihren Bauch durch ein gespanntes Tuch verdeckt.
  6. Binnen weniger Minuten erfolgt das Einschneiden der Bauchdecke und die anschließende Geburt Ihres Kindes.
  7. Die Mutter bekommt ihr Neugeborenes anschließend nur kurz zu Gesicht, da es direkt von einem Kinderarzt untersucht wird. 
  8. Die längste Zeit der OP nimmt das anschließende Zunähen der Bauchdecke in Anspruch. Dies kann bis zu einer halben Stunde dauern. 
  9. Wurde dies erledigt, wird die frischgebackene Mutter in einen Aufwachraum zur Beobachtung gebracht. 
  10. Nach etwa 2 Stunden müsste das vollständige Gefühl in den Beinen zurück gekehrt sein. 
  11. Nach weiteren 8 Stunden, darf sie zum ersten Mal versuchen aufzustehen. 
  12. Sobald Frau wieder eigenständig laufen und zur Toilette gehen kann, wird der Blasenkatheter entfernt. 
  13. Und dann steht dem ungetrübten Mutterglück, neben dem üblichen Heilungsprozess, nichts mehr im Wege.

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