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Wo bekommt man die "Pille danach"?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:46
Hin und wieder kommt es vor, dass Verhütungsmaßnahmen im entscheidenden Moment versagen.
Sei es ein gerissenes Kondom oder eine vergessene Einnahme der regulären Pille. In solchen Fälle kann die "Pille danach" Abhilfe schaffen. 
Die Einnahme der Pille sollte so schnell wie möglich erfolgen. Je kürzer die Zeit zwischen der "Panne" und der Pilleneinahme, desto wahrscheinlicher kann eine ungewollte Schwangerschaft verhindert werden. 
Normalerweise kann jeder Hausarzt in Deutschland in Notfällen die "Pille danach" verschreiben und diese dann in Apotheke erhalten werden. Da es aber in der Natur der Sache liegt, das solche Missgeschicke meistens am Wochenende oder gar an Feiertagen passieren, muss der Besuch beim Arzt dann in der gynäkologischen Ambulanz eines Krankenhaus erfolgen.

  • Die starke Hormonzufuhr, die die "Pille danach" mit sich bringt, kann Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Erbrechen, leichte Zwischenblutungen und Regelverschiebung hervorrufen. 
  • Sie ist deshalb nur für den einmaligen Gebrauch gedacht. 
  • Die Einnahme sollte nicht auf nüchternem Magen erfolgen da es sonst leicht zu Erbrechen kommen kann und so die Wirkung des Medikamentes beeinträchtigt wird. 
  • Weitere Hinweise zur korrekten Einahme vom verschreibenden Arzt sollten unbedingt eingehalten werden.
  • Ebenfalls zu beachten ist, dass gewisse Medikamente wie Antibiotika, Johanniskraut oder Antiepileptika die Wirkung der Pille herabsetzen.
  • Medikamente die zur Zeit eingenommen werden, bei der ärztlichen Untersuchung angeben und gegebenenfalls mitbringen

  • Die Krankenversicherungskarte
  • Die Praxisgebühr oder Notfallgebühr in Höhe von 10 Euro, alternativ der Befreiungsausweis.
  • Bei Minderjährigen gegebenenfalls die Einwilligung der Eltern

  1. Versichertenkarte und Praxis- bzw. Notfallgebühr einpacken.
  2. Medikamente die zur Zeit eingenommen werden bereithalten.
  3. Minderjährige sollten eine Einverständniserklärung der Eltern mitnehmen oder noch besser sich von einem Elternteil begleiten lassen.
  4. Gynäkologische Praxis oder Notfallambulanz aufsuchen.
  5. Bei Einnahme des Medikamentes genau an die ärztliche Anweisung halten.

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