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Ankern mit zwei Ankern

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:38
Die verschiedenen Anker Manöver mit zwei Ankern.

Bei besonders starkem Wind oder anderen Störfaktoren, sollte die Haltefähigkeit des Ankers erhöht werden mithilfe eines zweiten Ankers.

Verkattern

  • Um trotz unsicherer Wetterlage sicher anzuliegen kann man am Kreuz des Bugankers ein zweiten Anker anstecken, den man zuerst fallen lässt und der den Buganker dann im Grunde festhält.
  • Der Abstand beider sollte ein bisschen größer sein als die Wassertiefe, damit man beim Ankerlichten den Buganker sicher an Deck hat.
  • Ausbringen und Anbordholen beider Anker gestaltet sich in der Praxis allerdings etwas schwierig. Daher wird dieses Verfahren weniger oft angewendet.

 

Zwei Buganker

Ist stärkerer Wind zu erwarten, sollte unbedingt ein zweiter Buganker ausgebracht werden. Denn: doppelt hält besser und der Schwojeraum und das Gieren des Bootes wird begrenzt, wodurch es wesentlich ruhiger liegt.

 

Ausbringen des Zweitankers

Man läuft unter Maschine bis zur Höhe des ersten Ankers, der mit einer Boje markiert sein muss. Daraufhin lässt man den zweiten daneben in einem solchen Abstand fallen, dass die beiden Trossen nachher einen Winkel von etwa 45 Grad bilden. Dann zieht man das Boot heraus und lässt es unter Segeln zurücksacken, bis beide Trossen etwa gleich lang sind. Eine weitere Methode: man lässt den Anker fallen, wenn das Boot beim Schwojen den äußersten Punkt erreicht hat.

 

Vermurren

  • In Tidengewässern ist es zu riskant, vor nur einem Anker zu liegen. Sobald der Strom kentert, treibt das Boot über den Anker hinweg und er wird um 180 Grad gedreht und kann dabei leicht ausbrechen.
  • Daher müssen zwei Buganker, weit weg voneinander in die Hauptrichtungen des Stroms ausgebracht werden.
  • Beim ersten Anker doppelte Trosse stecken, den zweiten fallen lassen und die halbe Leinenlänge wieder aufholen. Wichtig: die beiden Trossen muss genug Lose bleiben.

 

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