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Carving: Die Carving-Technik beim Skifahren erklärt!

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:29
Ski fahren zählt nach wie vor zu den beliebtesten Wintersportarten. Wie alle anderen Sportarten auch erfuhr der Sport im Laufe der Zeit jedoch Neuerungen.

Ski fahren zählt nach wie vor zu den beliebtesten Wintersportarten. Wie alle anderen Sportarten auch erfuhr der Sport im Laufe der Zeit jedoch immer wieder Neuerungen. Dazu zählen beispielsweise die Carving-Ski und mit ihnen die neue Carving-Technik, bei der der Skifahrer lediglich auf den Kanten seiner Ski die Abhänge meistert. Doch wie sieht eine richtige Carving-Technik genau aus? 

Hier zunächst einmal ein paar allgemeine Fakten:

  • Das Carving bezeichnet die Weiterentwicklung des sogenannten "geschnittenen Schwungs" beim Skifahren, bei dem durch die Kurven gedriftet wird. Da beim Carven jedoch nur auf den Kanten gefahren wird, entfällt die Bremswirkung eines Drifts in den Kurven, wodurch man sehr hohe Fahrgeschwindigkeiten erreicht. Somit entfällt das Carven auf schwarzen Pisten meist, da zu hohe Geschwindigkeiten erreicht werden.
  • Ermöglicht wird diese Technik durch Carving-Skier, die sich durch ihre Taillierung auszeichnen. Dadurch wird ein Kurvenradius von etwa 9-12 Metern vorgegeben. 
  • Der Begriff "Carving" bedeutet so viel wie "schnitzen" und resultiert aus den Einschnitten im Schnee, die sich beim Kurven fahren ergeben. 

Richtig Carven

  • Das Carven unterscheidet sich bereits optisch von der lange Zeit herkömmlichen Technik. Denn die enge, elegante Skiführung ist hier out. Stattdessen kennzeichnet sich das Skifahren mit der Carving-Technik durch eine mindestens schulterbreite Skistellung und ein starkes Schrägstellen der Skier. Angestrebt werden die ständige Belastung beider Skier und ein dauerhafter Bodenkontakt. 
  • Und so sieht die richtige Körperposition aus: Alle Gelenke sind leicht angewinkelt, der Rücken bleibt in einer geraden Position, den Po nicht nach hinten strecken. 

Das "Fahren über Lage"

  • Das Aufkanten erfolgt bei dieser Technik über den Innenski. Der Körper neigt sich in der Kurve immer weiter dem Hang entgegen. Will man die Kurve wechseln, so wird der Oberkörper aufgerichtet und in Richtung der neuen Kurve erneut gekippt. Gleichzeitig erfolgt auch der Kantenwechsel. Die Technik eignet sich besonders für mittlere und lange Schwünge bei einer flach präparieren Piste mit griffigem Schnee. Skistöcke werden nicht benötigt und stören sogar unter Umständen. 

Das "Fahren mit Hüftknick"

  • Hierbei wird das Kurvenfahren nicht über den Innen-, sondern den Außenski eingeleitet und der Oberkörper wird entgegen des Hanges geneigt, woraus der Hüftknick resultiert. Mit dieser Technik können auch kurze Schwünge problemlos gefahren werden. Stöcke sind auch hier nicht unbedingt notwendig. 

Start

  • Für den ersten Carving-Versuch stellt man zunächst seine Skier an einem flachen Hang gerade auf die Gleitfläche und fährt in die Falllinie. Sobald man etwas an Fahrt gewonnen hat, kippt man den äußeren Ski auf die Bergkante und fährt den ersten Schwung aus. Um die Geschwindigkeit kontrollieren zu können, sollte der Schwung so lange ausgefahren werden, bis man parallel zum Hang fährt. Für den nächsten Schwung muss nun umgekantet werden. 

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