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Den Sternhimmel fotografieren: 7 tolle Tipps zum Profifoto

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Der Sternenhimmel stellt eine Möglichkeit dar, großartige Fotos zu realisieren.

Der nächtliche Anblick eines wunderschönen und klaren Sternenhimmels realisiert häufig den Wunsch diesen Augenblick mit der Fotokamera für die Ewigkeit festzuhalten. Die folgenden 7 Tipps sollen den Amateurfotografen helfen bei der Verwirklichung seines Wunsches. 

Der Sternenhimmel

  • Am Sternenhimmel sind mit dem bloßem Augen ungefähr 2.500 bis 5.500 Sterne zu erkennen. 
  • Der Bestandteil der meisten Sterne ist gasförmiges Plasma (99% Helium und Wasserstoff). 
  • Der Sternenhimmel hatte schon immer für den Bereich der Religion, Mythen, Kalenderbestimmung und Navigation eine wichtige Position gehabt. 

7 Tipps für's Fotografieren des Sternenhimmels

 

Tipp 1: Grundlagen - Sternhimmel fotografieren

Es gibt technisch zwei Möglichkeiten den Sternenhimmel zu fotografieren; und zwar können die Sterne punktförmig oder in Spuren abgebildet werden:

  • 1. Abbildung des klaren Nachthimmels mit punktförmigen Sternen
  • 2. Abbildung des klaren Nachthimmels mit Sternspuren (Circumpolar)

 

Tipp 2: Grundvoraussetzungen 

  • Himmel: Der Himmel sollte möglichst wolkenfrei sein. 
  • Mond: Der Sternenhimmel kann bei Nächten mit Mond sowie auch ohne Mond fotografiert werden. 
  • Standort: Der Standort sollte fernab von Städten gesucht werden, da der Sternenhimmel nur bei Dunkelheit ohne Lichtverschmutzung einer Stadt gut sichtbar ist. 
  • Jahreszeit: Die Jahreszeit für das Fotografieren des Sternenhimmel ist nicht wichtig. Allerdings sind die Winternächte länger und dadurch hat der Amateurfotograf mehr Zeit für das Fotografien des Sternenhimmels. 

 

Tipp 3: Ausrüstung 

  • Kamera: Jeder Fotoapparat ist für das Fotografieren des Sternhimmels geeignet, der einen manuellen Fokus sowie eine manuelle Einstellungen von Blende, Zeit und ISO hat. 
  • Abdeckklappe für den Sucher: Der Sucher sollte für das Fotografieren abgedunkelt werden. 
  • Objektiv: Ein lichtstarkes Objektiv ermöglicht die besten Abbildungen des Sternenhimmels (Offenblende von f 2,8 oder stärker). Des Weiteren sollte ein Weitwinkel mit 24mm oder weniger verwendet werden. 
  • Fernauslöser: Der Fernauslöser ermöglicht das erschütterungsfreie Auslösung und dadurch eine bessere Abbildung des Sternenhimmels. 
  • Stativ: Des Weiteren vermeidet ein Stativ eine verwackelte Aufnahme des Sternenhimmels. 

 

Tipp 4: Grundeinstellungen an der Kamera

  • RAW-Format: Der Sternenhimmel sollte immer im RAW-Modus fotografiert werden 
  • Spiegelvorauslösung: Der Spiegelvorauslösung sollte aktiviert werden. Dadurch werden verwackelte Abbildungen vermieden. 
  • Belichtungszeit: Die Belichtungszeit sollte unter Berücksichtigung der Belichtungszeitformel (tmax = 500 / Crop-Faktor * Brennweite) verwendet werden. 
  • Blende: Die Blende sollte weit geöffnet sein. 
  • ISO-Wert: Der ISO-Wert sollte so hoch wie möglich sein. Werte unter 800 – 1600 ISO ermöglichen keine deutliche Abbildung vom Sternenhimmel. 
  • Bildstabilisator: Der Bildstabilisator sollte deaktiviert werden. 
  • Autofokus: Der Autofokus sollte deaktiviert werden. 

 

Tipp 5: Fokussieren 

  • Das Fokussieren benötigt einen hellen Bereich für das Fotografieren des Sternehimmels.
  • Es sollte mit einer Taschenlampe ein weit entferntes Objekt beleuchtet/angeleuchtet werden.
  • Danach sollte die Fokussierung mit dem Autofokus vorgenommen werden.
  • Die Fokussierung wird durch einen Live-View-Modus erleichtert. Des Weiteren sollte der höchste ISO-Wert eingestellt werden. 

 

Tipp 6: Sterne fotografieren mit der richtigen Technik

  • Technik 1: Foto mit kurzer Belichtungszeit. Bei dieser Technik wird eine kurze Belichtungszeit gewählt, um so eine fotografische Abbildungen des klaren Nachthimmels mit punktförmigen Sternen zu verwirklichen. 
  • Technik 2: Foto mit langer Belichtungszeit Bei dieser Technik wird eine längere Belichtungszeit gewählt, um so eine fotografische Abbildungen des klaren Nachthimmels mit Sternspuren (Circumpolar) zu verwirklichen. 

 

Tipp 7: Nachbearbeitung der Fotos

  • Die Nachbearbeitung der Fotos von Sternenhimmel konzentriert sich auch die Anpassung der Weißabgleich durch den Magenta-Anteil. Ferner sollte der Lightroom für die Sichtbarkeit der Sterne herausgearbeitet werden. 
  • Zuletzt sollte die Reduzierung des Entrauschens sowie die Anpassung von Kontrasten und Klarheit vorgenommen werden. 

 

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