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Die Pokergrundlagen - Wie man diese erlernt?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:50
Poker - Ein abwechslungsreiches Strategiespiel mit dem Quäntchen Glück.

Durch verschiedene Kinofilme hat das Pokern ein recht schlechtes Image bekommen. Dabei ist Poker einfach nur abwechslungsreich und spannend, wo die richtige Strategie und ein wenig Glück zum Erfolg führen kann. In den USA gibt es Spieler, die genau mit diesem Spiel ihren Lebensunterhalt bestreiten, hier zählt das Spiel als Sport und es gibt sehr große Turniere. Da Poker in Deutschland zu den Glücksspielen gehört, darf es nur in Spielbanken betrieben werden, sofern es um Geldeinsätze geht.

Grundkenntnisse

  1. Um überhaupt erfolgreich Poker spielen zu können, sind die Grundkenntnisse von allergrößter Wichtigkeit. 
  2. Um auch international spielen zu können ist die Pokersprache englisch. Das Pokerblatt ist ein französisches Blatt und umfasst 52 Spielkarten. 
  3. Die Spieleranzahl kann zwischen zwei und zehn Mitspielern variieren. Die Grundeinsätze heißen „Ante“, sind Zwangseinsätze und werden in unterschiedlicher Art gesetzt, ganz nach Spielvariante. 
  4. Der Kartengeber wird „Dealer“, der nächste Spieler wird „der kleine Blind“ und der übernächste Spieler „der große Blind“ genannt. 
  5. Da in jeder Runde der Dealer gewechselt wird, verändern sich auch die anderen Positionen im Uhrzeigersinn. In einigen Spielvarianten ist hiervon auch der Grundeinsatz abhängig. 
  6. Nur der Blind muss einen vorgeschriebenen Zwangseinsatz leisten, den der große Blind dann verdoppeln muss. (Small Blind and Big Blind) 
  7. Die anderen Spieler müssen erst nach dem Austeilen der ersten Karte einen Einsatz leisten und das auch nur, wenn sie möchten. 
  8. Je nach Spielvariante werden nun die verteilten Karten entweder komplett oder teilweise offen gelegt. 
  9. In der ersten Wettrunde kann jeder Mitspieler bis zum Grundeinsatz auffüllen, die Karten ablegen oder erhöhen. 
  10. Es folgen weitere Wettrunden und weitere Karten. Die Anzahl dieser Runden ist auch wieder abhängig von der Spielvariante. 
  11. Im sogenannten „Showdown“ werden die Blätter der noch verbliebenen Mitspieler miteinander verglichen. Zuerst muss der Mitspieler seine Karten zeigen, der auch als Erster gesetzt hatte. 
  12. Allen Anderen bleibt es selbst überlassen, ob sie ihr Blatt auch zeigen möchten, was natürlich nur sinnvoll ist, wenn das Blatt höher als das gezeigte ist. 
  13. Sollte allerdings vor einem Showdown nur gecheckt, also geschoben worden sein, muss der Spieler der die letzte Runde eröffnet hat seine Karten zuerst zeigen.


Fünf Grundbegriffe sind nötig, um mögliche Aktionen im Pokerspiel darzustellen.

  • BET gewettet
  • CALL mitgehen
  • CHECK schieben 
  • RAISE erhöhen
  • FOLD aussteigen – passen


Das Ranking

  1. Das Pokerranking ist gerade für Anfänger gar nicht so einfach. Je nach der Reihenfolge der Gewinnerblätter, definiert sich auch das Ranking und man muss wissen, welche Karten besser oder schlechter sind. 
  2. So wird also ein Pokerblatt bewertet und ist der Maßstab für das Ranking. Die höchste Karte (Blatt) im Poker ist der „Royal Flush“ , dann folgen der Flush, Four of a kind, das berühmte Full House Der Flush Straight Three of a kind Zwei Paare Ein Paar und im weitesten Sinne „Nichts“, in der nur die höchste Karte zählt. 
  3. Man sollte unbedingt vorher üben und dazulernen, das bedeutet auf jeden Fall zunächst einmal ohne Einsatz zu spielen. Im Internet findet man einige Seiten, die diese Möglichkeit anbieten.


Es gibt eine unglaublich hohe Anzahl an verschiedenen Varianten, die hier nun vorgestellt werden. Zuerst einmal kommen die neun bekanntesten und beliebtesten Varianten zum Zuge, wobei es noch viel mehr gibt. Aber hier erst einmal die Namen:

  • Omaha
  • Texas Holdem
  • Seven Card Stud
  • Omaha High / Low
  • Five Card Draw 7-A
  • Five Card Draw
  • Triple Draw und
  • Five Card Stud 


Stud

  1. Beim Stud Poker bekommen die Spieler sowohl verdeckte, als auch offene Karten. 
  2. Hier spielt man meistens mit einem festen Limit und „Ante“, was bedeutet, dass jeder Spieler einen Zwangseinsatz leisten muss.


Das Üben des Rankings

  1. Da es kaum etwas Wichtigeres beim Poker gibt, als um die Höhe der Blätter zu wissen, sollte man das Ranking 100%ig beherrschen. 
  2. Im Internet werden Übungsseiten mit „Vergleichsblättern“ angeboten, bei denen man zwischen zwei angezeigten Blättern entscheiden muss, welches Blatt gewonnen hat. 
  3. Die Lösung kann später abgerufen werden. Das kann man gar nicht oft genug üben, am besten so lange, bis man es im Schlaf beherrscht.


Die unterschiedlichen „Blätter“ nach dem Ranking

Royal Flush
( Der königliche Flush / „in einem Guss“) Er besteht aus einem High Straight ( Höchste ununterbrochene Reihenfolge) beginnt also mit der 10 und endet mit einem As, wobei alle Karten die gleiche Farbe haben müssen. Es gibt es vier „Farben“: Kreuz, Herz, Pik und Kreuz.

Der Flush
Auch alle anderen Blätter, die fünf Karten in einer Farbe und Reihenfolge haben, nennen sich Straight Flush, sie sind nur niedriger angelegt, wie beispielsweise in der Reihenfolge von 5,6,7,8 und der 9. Je höher die letzte Karte ist, desto höher ist der Straight Flush.

Four of a kind
Hierbei handelt es sich um ein Kartenblatt, auch aus fünf Karten bestehend, die vier gleiche Zahlen oder Bilder beinhaltet. Gewinnen würde immer der höchste Vierling. Also beispielsweise das As in Karo, Herz, Pik und Kreuz und dazu ein König.

Das berühmte Full House
Dieses Blatt muss einmal einen Drilling und einmal ein Paar beinhalten. Gewinnen würde immer das Blatt mit dem höchsten Drilling. Hier wäre ein Blatt mit der Zusammenstellung von Karo-As, Herz-As, Pik-As, Pik-10 und die Karo 10 möglich.

Der Flush
Ein Flush besteht aus fünf Karten in einer Farbe und hat keine zusammenhängende Reihenfolge. Auch hier gewinnt der, dessen Endkarte den höchsten Wert hat.

Straight
Das ist die sogenannte „Strasse“, die sich aus fünf Karten in chronologischer Reihenfolge zusammensetzt. Die höchste Endkarte entscheidet wieder über den Gewinner. Ein Beispiel für eine Strasse wäre beispielsweise die Folge: 8, 9, 10, Bube und die Dame. Hier ist die Farbe der einzelnen Karten unwichtig.

Three of a kind
Dieses Blatt ist dem Four of a kind nicht unähnlich, nur dass hier drei statt vier Karten mit gleichem Wert vorhanden sein müssen, also ein Drilling. Die beiden Restkarten sind auch hier erst einmal nicht von Bedeutung.

Zwei Paare 
Wie Three of a kind der Name es schon verrät, müssen innerhalb der fünf Karten zwei gleiche Werte vorhanden sein, zum Beispiel zwei Damen und zwei Achten. Haben zwei Spieler exakt die gleiche Strasse, gewinnt in dem Fall der Spieler, der den höchsten Kicker hat, ( entscheidende Beikarte) sprich, die letzte Karte ist entscheidend.

Ein Paar
Paare können sowohl aus Zahlen, als auch aus Bildern bestehen. Gewinner ist immer der Spieler mit dem höchsten Paar. Sollten wieder mehrere Spieler das gleiche Paar haben, sind die verbleibenden drei Karten (Kicker) ausschlaggebend. Sollte auch hier wieder eine Gemeinsamkeit auftreten, wird der Pot (Gesamtsumme der Einsätze) geteilt.

Nichts
Das heißt, dass niemand ein „Blatt“ auf der Hand hat, sondern nur fünf Karten ohne „Wert“. Um hier den Gewinner zu ermitteln, zählt die höchste Karte. Gibt es hier auch wieder gleiche Karten, zählt die zweithöchste Karte.

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