Foto: Shutterstock.com

Ernstfall beim Segeln: Das Mann über Bord Manöver

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Der Ruf „Mann über Bord!“ bedeutet, dass sich ein Mensch in unmittelbarer Lebensgefahr befindet.

Der Ruf „Mann über Bord!“ bedeutet, dass sich ein Mensch in unmittelbarer Lebensgefahr befindet. Es ist eines der wenigen Segelmanöver, das im Ernstfall katastrophale Folgen haben kann, wenn man es nicht korrekt beherrscht.

 

Deswegen muss diese Situation von der Crew geübt werden. Allerdings gibt es kein Patentrezept für ein einziges richtiges Manöver, da viele andere Faktoren wie Wetter-, Wind und Seegangverhältnisse, berücksichtigt werden müssen. Hier dennoch ein Guide was im Extremfall getan werden sollte. 

Mensch über Bord unter Spinnaker

  • Anluven und Achterholer los werfen. Eventuell die Spischot fieren.

  • In den Wind luven zeitgleich den Motor starten und schnellstmöglich wenden.

  • Mit aufgefierter Großschot unter Motor den über Bord Gefallenen in Lee anlaufen.


Grundsätzlich gilt

Kühlen Kopf bewahren um ruhig die notwendige Rettungsmaßnahmen zu treffen. Heutzutage sind fast alle Yachten mit modernen GPS- Geräten ausgestattet und im Ernstfall ist die Man-Overboard-Taste sofort zu drücken, denn so kann der Unglücksort markiert und als Zielwegpunkt aktiviert werden. Alternativ kann eine Markierungsboje über Bord geworfen werden.

Kommentare