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Gipsbinde machen - Die Anleitung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:28
Mit Gipsbinden lässt sich viel mehr anstellen, als nur ein gebrochenes Bein oder einen Arm einzuwickeln.
Sie sind auch Grundmaterial wenn du verschiedene kleine und große Kunstwerke machen willst. Und wenn du mal keine Binden zuhause hast, ist es nicht schwer, sie sich auch selbst herzustellen.

Bitte beachten

  • Es muss unbedingt gebranntes Kalkpulver sein. Ungebrannter Kalk ist reines Calciumsulfat und damit ein saures Medium.
  • Mische niemals ungebrannten Kalk mit Wasser, denn dadurch entsteht eine Hitzereaktion, die zu schweren Verbrühungen führen kann.
  • Kaufe den Gips besser in einem Bastelladen oder einem Geschäft für Heimwerkerbedarf, denn in den meisten Apotheken sind Gipsbinden nicht nur teuer, sondern auch werden durch die Massenkäufe langsam rar.

Dinge die benötigt werden

Eine kleine Anleitung um Gipsbinden selber zu machen, soll hier folgen. Im Grunde ist es zwar nicht notwendig, dass du dir selbst die Hände schmutzig machst, denn die Binden gibt es in fast jedem Baumarkt. Aber wenn es schnell gehen muss, dann brauchst du im Grunde nur die folgenden Dinge:

  • Gebranntes Gipspulver (alternativ als gebranntes Calciumsulfat)
  • ein grobmaschiges Material (am besten Baumwolle, denn das saugt sich später gut mit Wasser voll) mit einem Maschendurchmesser von höchstens 1 mm
  • Eine ebene Unterlage
  • Eine möglichst wasserfeste und nicht verrutschbare Abdeckung
  • Ein Behältnis etwas größer als die späteren Binden
  • Eine Schere
  • Eventuelle ein Paar Handschuhe

Wenn du die Binden später verarbeiten willst, sind außerdem wichtig:

  • ein ausreichend großes Gefäß mit Wasser (am besten 20 Grad Celsius, da bindet der Gips am besten)
  • Tauche die feuchte Binde immer für vier Sekunden in das Wasser, damit sie sich gut durchtränken kann.

Nun kann es losgehen. Im Grunde sind Gipsbinden nicht schwer herzustellen - Die Anleitung

  1. Belege die Unterlage mit der Abdeckung und gehe sicher, dass nichts verrutschen kann.
  2. Nun schütte den gebrannten Gips in das Gefäß und sorge dafür, dass er möglichst gleichmäßig verteilt ist.
  3. Dann schneide dir aus dem groben Bindenmaterial Stücke in der passenden Größe zurecht.
  4. Tauche diese in das Gipspulver (Hilfsreich ist es hier, Handschuhe zu tragen - aber kein Muss)
  5. Wende die Binde und hülle sie vollkommen in das Gipspulver ein
  6. Sind die Maschen gut mit Gips gestopft, dann nimm die Binden wieder heraus und lege sie zur Seite
  7. Mache das gleiche nun solange, bis du genügend Gipsbinden hast


Achtung:

  • Diese Binden solltest du sofort verbrauchen. Ohne Schutzhülle verbindet sich der Gips schnell mit der Luftfeuchtigkeit und härtet aus. Falls du also etwas mit den Binden basteln willst, tue es sofort.
  • Noch einmal Achtung: Diese Binden sind nicht als Verbandsmaterial gedacht. Dafür brauchst du sterile Binden, mit besonders schonend gebranntem Gips. Sonst bleiben Reste der Säure zurück, die der Haut schaden.
  • Falls du noch nicht weißt, was du mit den Binden bauen willst, dann versuche es doch mal auf dieser Seite. Hier findest du viele nützliche Anleitungen.

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