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Hobbit 3D revolutionär? So Innovativ ist der Film

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:11
Am 13. Dezember ist es endlich soweit: Peter Jacksons neue Filmtrilogie „Der Hobbit“ kommt mit...

Am 13. Dezember ist es endlich soweit: Peter Jacksons neue Filmtrilogie „Der Hobbit“ kommt mit dem ersten Teil „Eine unerwartete Reise“ in die Kinos. Bereits im Vorfeld sorgte der Film für angeregte Diskussionen, da die neu eingesetzte Technologie in dem Film bahnbrechend sein und dem Zuschauer ein ganz neues Kinoerlebnis vermitteln soll.

Die Techniken

Die neue HFR-Technik:

  • Bereits auf den Filmplakaten wird damit geworben, dass in ausgewählten Kinos HFR 3D möglich wäre. Das steht für „High Frame Rate“ und bezieht sich darauf, dass Peter Jackson seinen neuen Film nicht mit den üblichen 24 Bildern pro Sekunde sondern mit 48 Bildern pro Sekunde drehte. Damit ist der Hobbit 3D revolutionär, da er den Zuschauern ein besseres 3D-Erlebnis vermittelt. Um das ermöglichen zu können, setzte Regisseur Peter Jackson auf 30 Spezial-Kameras, die jede noch so kleine Bewegung einer Szene aufnahmen. Durch die höhere Bildrate werden typische Schwächen wie beispielsweise das Verschwimmen der Bilder bei schnellen Bewegungen, was als Shutter bezeichnet wird. Da der Film vollkommen auf die 3D-Technologie setzt, wurde zum Darstellen der Filme auf die Auflösung von 4k, die bei den meisten Filmen heutzutage Standard ist, verzichtet. Stattdessen wird der Film in 2k zu sehen sein, was sich durch die HFR-Technik aber wiederum ausgleicht. Auch in dieser Hinsicht ist der Hobbit 3D revolutionär, weil er auch auf Abspielgeräten mit geringerer Bildauflösung ein kristallklares Bild erzeugen kann.

 

    3D Dolby Atmos:

    • Auch der Sound des Films ist etwas besonderes und soll ein noch realistisches Gefühl bei den Zuschauern erzeugen können. Durch die sogenannte Atmos-Technologie, bei der das 7.1 Soundsystem in den Kinos zum Einsatz kommt, ist es nämlich möglich, gezielt einzelne Soundobjekte im Raum zu platzieren. Dies setzt der Hobbit 3D revolutionär ein, um beispielsweise ein Gewitter direkt über den Köpfen der Zuschauer erklingen zu lassen oder das Knallen einer Tür in eine bestimmte Ecke zu platzieren. Dazu werden die einzelnen Objekte nicht auf einer einzelnen Tonspur abgespielt sondern werden als Signale an einzelne Boxen gesendet. So wird also zum Beispiel das Knistern eines Feuers nicht von allen Boxen wiedergegeben, wodurch der Effekt entsteht, dass sich das Geräusch wirklich im Raum befindet. Somit erlebt jeder Zuschauer die Atmosphäre des Films anders, je nachdem auf welchem Platz er sitzt. Diese Technik wurde so bisher noch nicht in einem Kino eingesetzt, dürfte aber bei zukünftigen Projekten sicherlich öfter zum Einsatz kommen, was ein weiterer Grund dafür sein dürfte, dass der Hobbit 3D revolutionär ist.

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