Foto: Shutterstock.com

Maibaum aufstellen - Woher kommt diese Tradition?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:23
Das Aufstellen von einem Maibaum ist ein alter Brauch, der noch heute aktuell ist.

Bereits die Wikinger stellten in der Nacht zum 1. Mai ihren sogenannten Thorsbaum auf. Dabei handelte es sich um einen hohen Pfahl, der reichlich geschmückt war. Danach wurde der Maibaum als solcher lange Zeit vergessen, und erst im Jahre 1224 wieder erwähnt. Bis heute werden Jahr für Jahr die Maibäume gefällt und danach zu den Maifeiern geschmückt. Woher die Tradition des Maibaum Austellens ursprünglich kommt, erfährst du hier!

Ursprung der Tradition

  • Zwar gab es in der Zwischenzeit auch solche Rituale, jedoch war dann von einem Pfingstbaum die Rede. Seitdem wird jedoch traditionell immer zum 1. Mai ein reich geschmückter Maibaum aufgestellt. Dieser wird immer in der Mitte des Dorfes platziert. Dabei bleibt es aber meist nicht beim Aufstellen, sondern es wird ein Fest abgehalten und in den Mai gefeiert. In vielen Regionen wird auch das sogenannte Maiwecken noch praktiziert.
  • Der ursprünliche Thorsbaum der Wikinger war ein deutliches Zeichen für Stärke und Wachstum. Heute steht der Maibaum eher für die Unabhängigkeit und die Selbstständigkeit. Dabei können die Bäume recht üppig sein, und Höhen von mehr als 30 Metern sind keine Seltenheit. 
  • Je höher und je reichhaltiger der Maibaum geschmückt ist, desto besser ist das jeweilige Dorf gestellt. Zum Aufstellen des Baumes werden daher viele fleißige Helfer gebraucht, die alle tatkräftig mit anpacken. Dem entsprechend wichtig ist es, dass das Aufstellen in der Nacht zum 1. Mai gebührend gefeiert wird. Sehr traditionell ist das auch heute noch der Fall in Bayern, oder in verscheidenen Regionen im Rheinland.
  • Das Maibaumaufstellen folgt also seit sehr vielen jahren einer langen Geschichte, und hat dabei immer eine Tradition beibehalten. Der Maibaum präsentiert Stärke, selbstständigkeit und zudem auch Zusammenhalt. Denn nur, wenn schon beim Aufstellen alle Dorfbewohner helfen, kann der Baum überhaupt erst die Dorfmitte zieren. Oft ist die Baumspitze dann schon aus einer weiten Entfernung zu erkennen, und nicht selten werden viele Touristen gerade zu dieser Zeit angezogen, um dem Spektakel beizuwohnen.
  • Traditionell wird der Maibaum auch heute noch mit grünen Kränzen, bunten Bändern und eine üppugen grünen Spitze geschmückt. Früher war dieser so geschmückte Baum auch ein Zeichen der Fruchtbarkeit. Es wurden sich reiche Ernte und ein guter Anbau erhofft, sodass auch damals die Maibäume möglichst groß sein sollten, um eine möglichst große Ernte zu bekommen.
  • Aber nicht nur der Maibaum in der Dorfmitte, sondern auch der Maibaum für die Liebste folgt dieser Tradition. So stellten alle Junggesellen aus einem Dorf jedem ledigen Dorfmädchen einen reich geschmückten Maibaum unter das Fenster.
  • Mädchen, die im Dorf als hässlich und unvermittelbar galten, bekamen oft einen mit weißen Bändern geschmückten Baum, der dieses ganz deutlich zum Ausdruck gebracht hat.
  • Nicht selten hingen auch andere Utensilien im Baum, wie zum Beispiel ein Namenschild mit einem kleinen Liebesbeweis.

Kommentare