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Navigationsgeräte für Boote - Welche Auswahl gibt es?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:27
Ein aufwändiges Hantieren mit Karte, Zirkel und Winkelmesser ist in der modernen Bootsnavigation schon lange nicht mehr nötig.

Ein aufwändiges Hantieren mit Karte, Zirkel und Winkelmesser ist in der modernen Bootsnavigation schon lange nicht mehr so nötig wie in alten Seefahrertagen, wo diese oftmals die einzige Navigationshilfe darstellten. Heute dient dies allenfalls noch der Nachprüfung des Kurses oder der Planung von Strecken. Alles andere hat mittlerweile die moderne Navigationstechnik auch im Bereich der Sportschifffahrt übernommen.

Grundlagen der Navigation

  • Einfach ausgedrückt wird die Strecke und die Position eines Bootes durch die Bestimmung des Kurses, die gefahrene Geschwindigkeit, die Zeit, Wind und Strömung berechnet und in den Karten vermerkt. Diese sog. "Koppelnavigation" ist vergleichsweise ungenau, da sie von einigen Unwägbarkeiten abhängt. Die genaue Position lässt sich nur durch Peilungen ermitteln, sofern diese möglich sind. Oftmals muss man dann feststellen, dass ganz erhebliche Abweichungen zu der berechneten Postion bestehen (sog. Besteckversatz). Diese Ungenauigkeiten sind mit Aufkommen von GPS und anderer moderner Hilfsmittel jedoch längst Geschichte. Nicht nur beim Autofahren, sondern auch in der Bootsfahrt findet dies verstärkt Anwendung. Elektronische Navigationsgeräte für Boote sind heute denen sehr ähnlich, die gerne in PKWs genutzt werden.

Navigationsgeräte für Boote

  • Heute werden als Navigationsgeräte für Boote fast ausschließlich nur noch elektronische Plotter eingesetzt. Bei diesen elektronischen Kartennavigationsgeräten wird das GPS Signal auf eine Karte projiziert und das Boot und deren jeweilige Umgebung angezeigt. Die Geräte verfügen über verschiedene Anzeigemöglichkeiten. So kann zum Beispiel die genaue Position, die Geschwindigkeit, der Kurs, die verbleibende Zeit zum Ziel, etc. angezeigt werden. Zudem kann eine Kurslinie zu einem gewünschten Ziel eingetragen werden, sodass nach dieser navigiert werden kann. Sehr hilfreich ist auch die Zoomfunktion, die bei diesen Geräten in aller Regel vorhanden ist. Damit kann man aus seiner Position oder an gewünschten Punkten das Kartenbild verkleinern oder vergrößern. Dementsprechend kann entweder eine großflächigere Übersicht oder eine kleinteiliger Ansicht angezeigt werden, zum Beispiel in schmalen und engen Fahrwassern. In den Karten sind auch die Tiefenlinien mit Angaben vermerkt. Auf der entsprechend kleinteiligen Ebene werden auch die Betonungen angezeigt, wie Fahrwasserbegrenzungen, Gefahrentonnen, etc. Allerdings ist auch hier darauf zu achten, dass das verwendete elektronische Kartenmaterial auf einem aktuellen Stand ist. Die Mitführung herkömmlicher Seekarten in neuester Fassung ist nicht nur sinnvoll, sondern sogar vorgeschrieben. Notfalls kann dann hier ein Abgleich erfolgen.

Weitere Navigationsmittel

  • Daneben gibt es eine Reihe weiterer Hilfsmittel, die als Navigationsgeräte für Boote verwendet werden können. Dazu gehören zum Beispiel:
  • GPS-Seefunkgeräte: Diese ermöglichen einen Funkverkehr in den entsprechenden Frequenzbereichen. Ferner verfügen diese über eine GPS-Empfänger, die ebenfalls eine Positionsbestimmung ermöglichen 
  • Fish-Finder: Mit Fish-Finder-Systemen könne Fischschwärme und Fischgründe aufgespürt werden. Dadurch wird ein gezieltes Angeln auch im Sportbereich ermöglicht.
  • Radar-Systeme: Bei den Radar-Sytemen sind sehr unterschiedliche Geräte im Angebot. Die Leistungsfähigkeit und Reichweite variiert sehr stark. Letztere hängt auch sehr stark von der Höhe ab, mit der diese auf dem Schiff verbaut wird. Radar ist ein hervorragendes Hilfsmittel bei Fahrten unter widrigen Wetterbedingungen, bei denen die Sicht sehr stark eingeschränkt ist. Auch bei Nacht ist das Radar ein besonders gutes Hilfsmittel um Hindernisse rechtzeitig zu erkennen und Kollisionen zu vermeiden.

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