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Osterbrauchtum - Der religiöse Hintergrund

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
Ostern ist neben Weihnachten das höchste christliche Fest.
Wochen vorher sind schon die Regale in Geschäften voll mit Ostereiern oder Osterhasen. Diese österlichen Vorwehen sind Dir sicher auch schon aufgefallen und auch wenn Du nicht katholisch oder evangelisch bist, spielt dieser Osterbrauchtum sicher auch für Dich eine Rolle. Denn heutzutage wird Ostern nahezu von jedem gefeiert, schon alleine, weil die Feiertage rund um dieses Fest ein schönes verlängertes Wochenende bilden. Woher kommt aber dieser Osterbrauchtum und welcher religiöse Hintergrund liegt Ostern zugrunde?

Wichtige Hintergrundinformationen

Die Auferstehung des Heilands

  • Während das Weihnachtsfest an die Geburt von Jesus Christus erinnert, spiegelt das Osterfest das Ende des irdischen Handelns von Jesus wider.
  • Am Gründonnerstag, dem Donnerstag vor Ostern, fand das letzte Abendmahl von Jesus und seinen Aposteln statt, bei dem er nicht nur Brot und Wein mit seinen Anhängern teilte, sondern auch voraussagte, dass Judas ihn verraten würde.
  • Am Karfreitag, dem darauf folgenden Freitag, wurde Jesus damals gekreuzigt.
  • In der Nacht von Ostersamstag auf Ostersonntag ist er dann schließlich von den Toten auferstanden und diese Auferstehung als eines der höchsten christlichen Ereignisse wird an Ostern gefeiert.

Osterbrauchtum in der Kirche

  • An den Ostertagen und auch den schon angesprochenen und wichtigen Tagen vorher finden viele verschiedene Messen statt, die als Osterbrauchtum an die Zeit damals erinnert werden sollen.
  • So erfolgt in vielen Kirchen am Gründonnerstag ein Abendmahlsamt, wo aus der Bibel überlieferte Ereignisse wie das teilen von Brot und Wein oder auch die Waschung der Füße der Jünger durch Jesus nachgestellt werden.
  • Am Karfreitag findet die Kreuzigungsmesse statt, um an das Leid zu erinnern.
  • Symbolisch verstummt ab dieser Messe bis zu den Osterfeierlichkeiten die Orgel der Kirche, um die Trauer zum Ausdruck zu bringen.
  • An Ostern selber findet dann die Auferstehungsmesse statt, oft nachts schon mit einem freudigen Osterfeuer, um die Freude über die Auferstehung des Herrn zu zelebrieren.

Ostereier als Schluss der Fastenzeit

  • An Aschermittwoch beginnt die vierzigtägige Fastenzeit, die an die Zeit erinnert, in der Jesus 40 Tage in der Wüste war und dort zwangsweise gefastet hat.
  • Der Höhepunkt dieser Fastenzeit ist der Karfreitag, an dem Jesus schließlich hingerichtet wurde.
  • An Ostern endet dann diese Fastenzeit, auch als Ausdruck für die Auferstehung und das damit verbundene Ende des Leidensweges.
  • Heutzutage werden sehr oft Süßigkeiten wie Ostereier oder -hasen verschenkt bzw. versteckt.
  • Diese süßen Sachen als Osterbrauchtum symbolisieren das Ende der Fastenzeit, da nun wieder richtig zugelangt werden kann.

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