Foto: Shutterstock.com

Ostergebet: "Lied für die Nacht" von Martin Luther

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:20
Es ist die Nacht aller Nächte.
Denn wie das Ostergebet "Lied für die Nacht" von Martin Luther betet, findet ein Kampf in dieser Nacht statt. Der Tod, der uralte Widersacher des Menschen wird einmalig und für alle Male für alle Menschen, die an Christus glauben, besiegt. Gesiegt hat der Löwe von Juda. Der Spross aus Davids Geschlecht!" Mehr zu diesem Gebet auf unserer Überblicksseite!

Hintergründe zu "Lied für die Nacht" von Martin Luther

  • "Tod wo ist dein Stachel." So herausfordernd wird der Tod besungen, nachdem mit ganz zarten Anklängen im Ostergebet die zentrale Aussage des christlichen Glaubens bekundet und von dem Element Licht bezeugt wird: Jesus von Nazareth ist wahrlich Gottes Sohn und Gott hat ihn auferweckt zu einem neuen Leben. So folgt auf dieses uralte Bekenntnis aus dem 2. Glaubensartikel im Ostergebet das österliche Alleluja.
  • Der Dank und das Gott-sei-dank für dieses wunderbare Geschehen der österlichen Nacht.
  • Die kirchliche Tradition durchwacht diese Nacht mit vielen Lesungen aus der Heilsgeschichte der Bibel.
  • Es wird in vielen Facetten der Liturgien, ob katholischer, evangelischer oder orthodoxer Tradition, die Nacht gelobt in der das geschah. Das Wunderbare und Unbegreifliche, das Luther in sein Ostergebet ehrfurchtsvoll fasst.
  • Das Zentralgeheimnis christlichen Glaubens: Dass der Mensch aufersteht und ein Weiterleben bei Gott haben wird, ist unfassbar und in menschlichen Worten kaum auszudrücken.
  • So haben alle Menschen nach Zeichen gesucht, auch außerhalb ihrer religiös-weltanschaulichen Bekenntnisse.
  • Fast Torso Haft wirkt es heute, wenn Osterhase und Ostereier zum Inhalt des Osterfestes landauf und landab erklärt werden.
  • So dass der Eindruck entsteht, vor allem bei Menschen, die mit der christlich-jüdischen Tradition nicht vertraut sind: Das da zwei Tage lang, das Geburtstagsfest eines Eier legenden Hasen als Sinnbild der Fruchtbarkeit gefeiert wird.
  • So besagt der Volksspruch: "Wie das Küken aus dem Ei geschlüpft, so ist Jesus aus dem Grab gehüpft." Und der Hase hat so kurze Augenlider, so dass er beim Schlaf die Augen aufhat und so zum Symbol der Auferstehung geworden ist.
  • Welch' furchtbarer Unsinn ist da hereingebrochen, der Hasen und Ei nicht mehr als Symbol für die Auferstehung erkennen kann.
  • Dabei war es ja gerade der Ansatz Luthers in einer einfühlsamen (Religions-)Pädagogik gerade Kinder und Jugendliche mit dem Ostergebet in den tieferen Sinn des Auferstehungsglaubens.
  • Seit alters her wurden wichtige Erkenntnisse im biblischen Kontext in der Nacht vermittelt. So schreibt der Prophet Daniel: "Ich schaute in den Gesichten der Nacht."

Kommentare