Foto: Shutterstock.com

Ostergebet: "Osternacht" von Josef Albert Stöckl

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:20
Faszination liegt in den Worten Josef Albert Stöckl's in seinem Ostergebet "Osternacht".
Er beschreibt darin die frühe Morgendämmerung: Der Übergang von Nacht zum Tag, ein Gezeitenwechsel mit Deutung eines tiefen religiösen Geschehens. "Der Vater weckt den Sohn." Damit ist die Kernaussage theologischen Sprechens von Ostern in höchster theologischer Ausführung gefasst. Nicht Jesus Christus steht aus seiner Kraft von Tod zum Leben auf, sondern aus "Gottes Kraft". Einen Überblick über die schönsten Ostergebete finden Sie auf unserer Überblicksseite!

  • Das Ostergebet nimmt den Leser Zeile für Zeile mit in das unglaubliche Geschehen des Passahfestes des Jahres 33 mithinein.
  • Ein junger Rabbi, namens Jeschua ben Josef wird wegen Volksverhetzung und Aufruhr gegen die Besatzungsmacht von dem römischen Landprokurator Pontius Pilatus zum Tode durch die Kreuzigung verurteilt.
  • Weder an Pontius Pilatus würde heute noch jemand einen Gedanken verschwenden, genauso wenig wie an diesen Jeschua.
  • Wenn da nicht die unglaubliche Aussage seiner Jünger und Jüngerinnen die Runde gemacht hätte, dass er auferstanden ist.
  • Gerüchte und Verleumdungen setzten bald gegen seine Anhänger setzten bald ein. Aber eine zweitausendjährige Fortentwicklungsgeschichte zeigt, dass sich das Zeugnis und der Glaube von der Auferstehung vertieft haben.
  • Pontius Pilatus starb verbannt in einer Oase irgendwo in Afrika. Doch sein trauriger Ruhm blieb im Credo erhalten.

Hintergründe zur "Osternacht"

  • Naturalistisch will Stöckl in seinem Ostergebet das fassungslose Geschehen des Jahres 33 fassen, dass die ganze Welt verändert hat.
  • Während in Rom eine Gewaltherrschaft zementiert wird. Da entsteht in einem kleinen Land namens Judäa ein Friedensreich, dessen König sagt: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt!"
  • Sehr schnell wurde selbst den Römern bewusst, dass der religiös-phiosophisch begründete Gedanken einer Freiheit aller Menschen, eine Bedrohung für die Gewalt-Ordnung des Römischen Reiches darstellte.
  • Sie war aufgebaut auf Unterdrückung und rigoroser Gewalt, auch nur bei dem kleinsten Anzeichen von Freiheitsdrang.
  • Sichtbares Fundament dafür waren die Sklaven Roms aus aller Welt. Kein Wunder, dass sich die Anhängerschaft der neuen Lehre von der Auferstehung und Freiheit aller Menschen gerade bei ihnen so schnell verbreitete.
  • So ist das Ostergebet "Osternacht", auch ein Synonym geworden, für das Abschütteln von überkommen und tyrannischen Herrschaftsmodellen.
  • Der Osterglaube, dass es ein darüber hinaus und ein danach gibt, befreit den Menschen von seelischen, körperlichen und geistigen Lasten.
  • Und diese Botschaft mit ihrer inneren Kraft hat ganze politische Systeme zum Einsturz gebracht auf den Philippinen, in Russland und der ehemaligen DDR.

Kommentare