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Ostergedicht: Frühlingslied - Heinrich Heine

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:20
Zum Frühlingsbeginn erwacht auf der nördlichen Erdhalbkugel die Natur aus der Winterruhe.

Zum Frühlingsbeginn erwacht auf der nördlichen Erdhalbkugel die Natur aus der Winterruhe, das hat schon Heinrich Heine in seinem Gedicht: Frühlingslied eingefangen. Zur Osterzeit wird dieses gerne rezitiert und begeistert den Leser mit zarten Frühlingsgefühlen! Weiter Ostergedichte findest du auf unserer Übersichtsseite!

Sinneseindrücke und Stimmung der erwachenden Natur in einem Ostergedicht

  • Einerseits ist es großartig, erstaunlich und kaum zu fassen, wenn im Frühling Pflanzen und Tiere überall wie zu neuem Leben erwachen.
  • Als wäre das so noch nie da gewesen. Andererseits wäre es Unsinn, mit dem Wundersamen des Frühlings zu übertreiben.
  • Selbst dann, wenn man im Frühling zu völlig neuen Ufern aufbricht, stehen die früheren Erfahrungen als Landkarten und Wegweiser für die Zukunft im Hintergrund.
  • Und so charmant bis berauschend sich lebensbereichernde Veränderungen anfühlen können, sie sind faktisch zart und zerbrechlich. Außerdem schützen Wehmut wie Realismus vor dem Abheben.
  • Ein Ostergedicht kann beide Seiten fassen.

Heinrich Heine - Frühlingslied

Ein Ostergedicht kann diese Stimmung einfangen und ausdrücken

  • Heinrich Heine schrieb viele Gedichte, in denen er Stimmungsbilder aufnahm, um sie zu Sammlungen (wie im „Buch der Lieder“) zusammen zu stellen.
  • Ähnlich wie Fotografierende Fotos aus dem Leben und auf Reisen machen, um daraus Alben zu erstellen, fasste Heine Gedichte zu sprachlichen Bildersammlungen zusammen.
  • Und so wie bei den meisten Fotos, kann man in Heines Gedichten etwas finden, das fast jeder ähnlich sehen könnte.
  • Schaut man sich aber die Alben mit allen Gedichten an, merkt man, dass Heine noch mehr im Sinn hatte.
  • Sein Frühlingsgedicht ist darum ein kleines Kunstwerk in einem noch größeren Werk.
  • Als Ostergedicht spricht es vom Frühling als etwas Zartem und Einzigartigem im großen Lauf der Natur und Zeiten aus dem Blick eines kritischen und leidenschaftlichen Menschen.

 

Heinrich Heine: Frühlingsbotschaft (Neuer Frühling, VI, 1831)
 

Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied,
Kling hinaus ins Weite.

Kling hinaus bis an das Haus,
Wo die Veilchen sprießen!
Wenn du eine Rose schaust,
Sag, ich lass sie grüßen.

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