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Pilze suchen - Wie macht man es richtig?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:51
Bei schönem Herbstwetter können Naturfreunde viel Spaß bei der Pilzsuche haben.

Bei warmem und nicht zu trockenem Herbstwetter können Naturfreunde viel Spaß bei der Pilzsuche haben. Schnell die "geländetaugliche" Bekleidung sowie festes Schuhwerk angezogen und schon kann es losgehen! Gut geeignet für den Sammelausflug ist ein Waldgebiet. Dort sind oft die meisten Pilze zu finden, obwohl man sie natürlich auch an anderen Orten, wie z.B. auf Wiesen und Weiden, suchen kann.

  • Es sollte für Dich selbstverständlich sein, nur Pilze, die Du sicher als nicht giftig und als bekömmlich identifizieren kannst, mitzunehmen. 
  • Vorsicht beim Gebrauch von Pilz-Bestimmungsbüchern! Diese könnten Dich in trügerischer Sicherheit wiegen. Die Bestimmung anhand einer Abbildung bzw. eines Textes erfordert wirklich viel Übung und ist selbst für Experten keinesfalls immer leicht. 
  • Für unsichere Sammler sorgt die Pilzberatung nach dem Ausflug für Klarheit, was in den Kochtopf darf.
  • Es hält sich hartnäckig das Gerücht, unter den Röhrlingen gäbe es keine Giftpilze. Dem ist aber nicht so. Es gibt auch bei Pilzen "mit Schwamm" giftige Vertreter. 
  • Radioaktivität in Pilzen aus deutschen Wäldern ist auch Jahre nach dem Atomunfall in Tschernobyl noch ein Thema. Besonders in Bayern werden selbst heute noch verhältnismäßig hohe Belastungswerte gemessen.

  • In einem luftdurchlässigen Behältnis - im Idealfall ist es ein Korb - lassen sich die gesammelten Schätze am besten transportieren. Pilze sind äußerst druckempfindlich. Achte also darauf, sie beim Transport nicht zu fest zusammenzupressen.
  • Ein kleines Messer ist praktisch, denn so kannst Du die Pilze gleich an Ort und Stelle vom größten Schmutz befreien und musst zu Hause nur noch die "Feinarbeit" erledigen. Außerdem sind die für uns Menschen ungenießbaren Pilzabfälle für einige Waldbewohner noch echte Leckerbissen.

  1. Pilze immer mit dem gesamten Wurzelbein herausdrehen. 
  2. Immer ein Fachbuch zur Bestimmung von Pilzen mit sich führen um Irrtümer zu vermeiden.
  3. Im Zweifelsfall den Pilz stehen lassen.
  4. Ist auf den Pilzen schon ein leichter Schimmel-Belag zu sehen, dann lass sie besser stehen. Das Selbe gilt auch für sehr alte Exemplare. Aus gesundheitlicher Sicht ist es nicht sinnvoll, sie noch in der Küche zu verwenden.
  5. Du darfst Pilze niemals roh essen! Das könnte auch bei kleinen Mengen als essbar eingestufter Pilze schon gesundheitsgefährlich sein.
    Frische Pilze solltest Du immer schnell verarbeiten und gründlich erhitzen.
  6. Gesammelte Pilze in luftigen Behältern transportieren.
  7. Vor dem Sammeln der Pilze die Pilzart bestimmen, dabei methodisch vorgehen:
  8. Bestimmung über Farbe, Geruch, Hutform und Hutoberfläche, Stiel und Lamellen oder Röhren durchführen.
  9. Um Pilzvergiftungen zu vermeiden – nur Pilze sammeln, die eindeutig bestimmt werden können. 
  10. Vorsicht vor Pilzvergiftungen. Im Zweifelsfall, den Weg zum Spital antreten. Hier, ein paar Erste-Hilfe Tipps im Fall von Vergiftungsanzeichen.

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