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Salbeipflanze richtig pflegen - So geht´s

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Es gibt einige Gründe, Salbei selber zu ziehen. Bekannt ist vor allem seine heilende Wirkung bei Halsschmerzen...

Es gibt einige Gründe, Salbei selber zu ziehen. Bekannt ist vor allem seine heilende Wirkung bei Halsschmerzen und -entzündungen, aber auch bei Erkältungen wirkt er sehr lindernd und desinfizierend. Ob als Tee getrunken oder gegurgelt - Salbei tut der Gesundheit auf vielfältige Weise gut. Sein ätherisches Öl, das man aus der Pflanze gewinnen kann, ist sowohl äußerlich als auch innerlich anwendbar.

 

Es reguliert unter anderem die Schweißproduktion und die Inhalation des ätherischen Öls aus der Salbeipflanze befreit den Atem. Auf die Haut aufgetragen, fördert Salbei die Heilung von Wunden und hilft gut gegen Rheuma. Zudem wirkt er entkrampfend und hilft so, Stress abzubauen. Da die Pflanze östrogenhaltige Stoffe enthält, lindert er auch hormonbedingte Frauenleiden und ist nebenbei ein schmackhaftes Gewürz in der Küche.

Fact Box

  • Die Salbeipflanze stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Entsprechend ihrem natürlichen Lebensraum stellt sie keine besonderen Ansprüche an den Boden und braucht nicht übertrieben viel Wasser. 
  • Normales, regelmäßiges Gießen nach Bedarf (wie feucht die Erde noch ist, kann man mit dem Finger überprüfen) reicht völlig aus.
  •  Auf keinen Fall sollte Staunässe entstehen - sonst verfaulen die Wurzeln! Auch länger dauernde Kälteperioden wird der Salbei wohl nicht überstehen. 
  • In Gegendem mit kalten Wintern, wo mehr als ein paar Tage lang minus 15° Celsius oder noch kältere Temperaturen herrschen, sollten die Pflanzen also unbedingt rechtzeitig hineingeholt werden.

Für die Pflege von Salbei werden benötigt:

  • eine oder mehrere Salbeipflanzen
  • ein ausreichend warmer und sonniger Standort
  • Erde
  • eine Gießkanne
  • Wasser
  • Schneidewerkzeug für den Rückschnitt
  • Topf, wenn der Salbei auf dem Balkon oder der Fensterbank gehalten wird
  • ein frostfreier Raum im Haus zur Überwinterung
  • ggf. organischer Dünger

So pflegt man Salbeipflanzen in einem Gartenbeet richtig:

  • Das Pflanzen des Salbeis auf dem Beet erfolgt am besten im Frühjahr ab Ende April, wenn nicht mehr mit Frost zu rechnen ist. Die Salbeipflanzen sollten im Abstand von 30 Zentimetern zu anderen Pflanzen gepflanzt werden. Vorher wird die Erde mit einer Gartenkralle gelockert und Kompost zur Erde hinzugegeben. Beim Graben der Pflanzlöcher ist es wichtig, dass die Löcher doppelt so groß wie die Wurzelballen sind. Nur so haben die Salbeipflanzen genug Platz zur Entfaltung.
  • Regelmäßiges, aber nicht zu viel Gießen trägt maßgeblich zum optimalen Gedeihen von Salbei bei. Eine ausreichende Feuchtigkeit beugt außerdem Spinnmilben und Mehltau vor. Hierfür kann durchaus bedenkenlos auch Leitungswasser genommen werden, egal welchen Kalkgehalt dieses hat. Selbst kalkhaltiges Wasser schadet diesen Pflanzen nicht. Gestauter Nässe kann man vorbeugen, indem man Tonscherben und Lavasplitt der Erde beimischt. Dies kann man schon beim Auspflanzen tun.
  • Mit Düngen sollte man bei Salbei eher sparsam sein. Eine Überdüngung kann dazu führen, dass die Salbeipflanzen weniger blühen oder nicht mehr so viel austreiben. Ab und zu kann er aber mäßig gedüngt werden, idealerweise mit organischem Dünger. 
  • Zum Zurückschneiden der Pflanzen eignet sich in den gemäßigten Klimazonen am besten die Zeit von Februar bis März, der Beginn ihrer Wachstumssaison. In wärmeren Regionen kann er auch später noch, nach der Blütezeit, gestutzt werden, jedoch niemals nach August, sonst kann es passieren, dass der Salbei nicht mehr so gut gedeiht. Für das Schneiden sollte eine scharfe Gartenschere verwendet werden. Die Salbeipflanzen sollten so weit zurückgeschnitten werden, dass sie nur noch etwa eine Handbreite über der Erde sind. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass nur die frischen Zweige abgeschnitten werden und nicht in das alte Gehölz geschnitten wird.
  • Wird der Salbei, wie hier beschrieben, gut gepflegt, ist die Gefahr eines Befalls mit Schädlingen, Pilzen oder Pflanzenkrankheiten eher gering. Passiert es dennoch, können diese mit biologischen Hilfsmitteln und Maßnahmen gut bekämpft werden. Gegen Spinnmilben hilft genug, aber nicht zu viel Feuchtigkeit. Bei Mehltau sollten - ebenso wie es sich beim Schädlingsbefall empfiehlt - die betroffenen Pflanzenteile sorgfältig entfernt werden. Blattläuse kann man mit Neemöl oder Gelbstickern ohne Chemie bekämpfen.
  • In Gegenden, wo im Winter mit längeren Frostphasen zu rechnen ist, sollte man den Salbei zum Überwintern ins Haus holen. Am besten, man stellt den Salbei dann in Töpfen oder Kübeln in einen mäßig kühlen Raum, um einen zu großen plötzlichen Temperaturunterschied zu vermeiden, also zum Beispiel in den Keller oder die Garage.

 

Pflege von Salbei im Topf oder Kübel:

  • Einmal im Jahr, idealerweise im Frühjahr vor dem Blühen, sollten so gehaltene Salbeipflanzen in einen größeren Topf oder Kübel umgetopft werden.
  • Unten in den Topf kommen dann Tonscherben oder Kieselsteine zur Vermeidung von Staunässe beim Gießen.
  • Zur Vorbeugung gegen Spinnmilben hilft es oft einfach nur, die Salbeipflanzen vor trockener Heizungsluft zu schützen und die Pflanzen regelmäßig mit Wasser einzusprühen. Man kann den Salbeitopf auch ein paar Tage lang mit Klarsichtfolie bedecken, um eine Art Treibhauseffekt zu schaffen.
  • Auch hierbei ist auf einen sonnigen Standort zu achten. 
  • Außerdem sollte der Salbei vor Zugluft bewahrt werden.

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