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Schnee schieben und Uhrzeit - Wann sollte es erledigt werden?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:14
Damit niemand auf dem glatten Bürgersteig ausrutschen kann, gibt es die Pflicht zum Schneeschieben.

Zwar gibt es eine allgemein gültige Räumpflicht bei Schnee, aber diese kann auch von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich sein. Zum Schneeschieben wird aber jeder in Anspruch genommen. Das gilt auch, wenn jemand berufstätig ist und tagsüber gar nicht zu Hause ist.

  • Schneeschieber
  • Streusalz oder Sand
  • Evtl. helfende Person

Schnee schieben leicht gemacht

  • Wer in einem Mehrparteienhaus wohnt, der wechselt sich mit den anderen Mietern beim Schneeschippen ab. Oft ist es so, dass der Mieter, der die Wohnung im Erdgeschoss gemietet hat, auch für die Räumung von Schnee auf dem gehweg zuständig ist. Genaueres dazu steht aber immer im Mietvertrag oder in der Hausordnung.
  • Haben Sie ein Einfamilienhaus gemietet, dann liegt es in Ihrer Verantwortung, den Gehweg freizuhalten und dafür zu sorgen, dass dort niemand ausrutschen und sich verletzen kann.
  • In der Regel müssen Sie den Gwehweg an normalen Werktagen zwischen 7 Uhr morgens und 20 Uhr abends frei von Schnee halten. An Feiertagen und Sonntags besteht die Räumpflicht von 8 Uhr morgens an bis ebenfalls abends 20 Uhr.  Je nachdem. wieviel Schnee fällt, reicht es also nicht aus, wenn Sie nur einmal, zum Beispiel morgens vor der Arbeit, den Schnee beseitigen. Sie müssen durchschnittlich so viel auf dem Gehweg frei machen, dass zwei Personen nebeneinander dort entlang gehen können.
  • Schneit es also mehrmals am Tag, dann müssen Sie auch öfters Schnee schippen und Salz streuen. Wenn es aber dauerhaft und wirklich viel schneit, dann dürfen Sie ruhig einmal drinnen im warmen bleiben. Das Schneeschieben steht dann in keiner Verhältnismäßigkeit mehr, da sofort wieder alle zugeschneit wäre. Erst dann, wenn es wieder aufhört zu schneien, sollten Sie den Gehweg nochmals frei machen.
  • Wenn Sie berufstätig sind, und deswegen tagsüber nicht den Schnee vor dem Haus wegmachen können, dann müssen Sie eine Art Vertretung für sich finden. Vielleicht kann Ihnen ein bekannter helfen, oder Sie bitten einen Nachbarn, während Ihrer Abwesenheit für Sicherheit auf dem Gehweg zu sorgen. Vielleicht können Sie sich für diesen Dienst ja revangieren, indem Sie an dem Wochenende schippen, und Ihr Helfer sich dann ausschlafen kann.
  • Falls doch jemand auf dem Gehweg ausrutscht, dann muss das nicht immer Ihre Schuld sein. es gibt mittlerweile viele Urteile, in denen für den Betroffenen deutlich zu erkennen war, dass er auf dem Weg hätte ausrutschen können, und dort besser nicht entlang gegangen wäre. Konkret muss man Ihnen dann also nachweisen, dass Sie vorher Ihre Pflicht zum Schneeschieben bewusst nicht nachgekommen sind.
  • Nehmen Sie die Angelegenheit aber nicht zu ernst, Wer drei- oder viermal über den Tag verteilt den Bürgersteig vom Schnee befreit und auch streut, der hat nichts zu befürchten.

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