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Sicherheit im Straßenverkehr: Radfahren in Österreich

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Als Radfahrer im Straßenverkehr ist man oft genug erheblichen Gefahren ausgesetzt. Zum einen liegt das natürlich daran, dass ein Fahrrad...

Als Radfahrer im Straßenverkehr ist man oft genug erheblichen Gefahren ausgesetzt. Zum einen liegt das natürlich daran, dass ein Fahrrad an sich bei einem Unfall keine Sicherheitsmechanismen oder Knautschzonen aufweist und zum anderen, dass Radfahrer vor allem im Stadtverkehr von den Autofahrern oft nicht ausreichend beachtet werden. Um den Radfahrer im Straßenverkehr besser zu schützen gibt es einige Vorschriften, die man beachten sollte, um seine Wege auf zwei Rädern so sicher wie möglich hinter sich zu bringen.

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Factbox

  • Helmpflicht bis zum vollendeten 12. Lebensjahr
  • Scheinwerfer vorne und hinten
  • Klingel oder Hupe
  • Reflektoren an Reifen, Pedalen und Scheinwerfern
  • Scheinwerfer müssen bei Tag und guter Sicht nicht am Fahrrad montiert sein

Gesetzliche Vorschriften

Wie muss ein Fahrrad in Österreich eigentlich ausgestattet sein, um im Straßenverkehr zugelassen zu sein? Das Gesetz sieht in Österreich vor, dass ein Fahrrad zwei von einander unabhängig funktionierende Bremsen haben muss. Ebenfalls müssen Rückstrahler, entweder auf den Felgen oder den Reifen und auf den Pedalen, beidseitig nach vorne und nach hinten angebracht sein. Pflicht bei Dunkelheit ist auch ein weißer nach vorne strahlender und ein roter nach hinten strahlender Scheinwerfer, wobei hier darauf zu achten ist, dass diese auch hell genug leuchten. Während des Tages bei guter Sicht ist es aber nicht vorgeschrieben, dass diese Scheinwerfer angebracht sein müssen. Außerdem muss eine Klingel oder eine Hupe für ein akustisches Warnzeichen am Fahrrad befestigt sein. Dies alles verfolgt vor allem den Zweck, von den anderen Verkehrsteilnehmern im Verkehr besser wahrgenommen zu werden, um möglichst Unfälle zu vermeiden.

 

Helmpflicht in Österreich

Beim Skifahren ist ein Helm mittlerweile fast gang und gäbe, schließlich können dadurch im Ernstfall lebensgefährliche Verletzungen verhindert werden. Beim Radfahren hat sich diese breite Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung leider noch nicht wirklich durchgesetzt, was neben ästhetischen Gründen auch durch die Gesetzeslage unterstüzt wird. Helmpflicht besteht in Österreich nämlich nur für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, wobei es egal ist, ob das Kind selbst mit dem Rad fährt, in einem Kindersitz hinter dem Radfahrer oder in einem Anhänger sitzt. Jedem der das 12 Lebensjahr abgeschlossen hat steht es dann frei, einen Helm zu tragen.dirt

 

Fazit

Obwohl der österreichische Gesetzgeber versucht das Fahren mit dem Rad durch Vorschriften sicherer zu machen, liegt es dann im Endeffekt aber trotzdem bei jedem Einzelnen, die Gesetze zu beachten und auch selbst noch zusätzliche Vorkehrungen zu treffen, wie zum Beispiel einen Helm zu tragen und möglichst vorsichtig und passiv im Straßenverkehr zu agieren.  

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