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Silvester in Österreich: Regeln für das Schießen von Feuerwerksraketen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:32
In Österreich freuen sich die Menschen immer ganz besonders auf den Jahreswechsel.

Silvester steht nicht nur in Österreich vor der Tür, auch in allen anderen Ländern der Welt neigt sich das Jahr dem Ende zu und das baldige Schießen von Feuerwerksraketen wird nicht zu verhindern sein. In Österreich freuen sich die Menschen immer ganz besonders auf den Jahreswechsel - das Raketenschießen zu Silvster ist eine populäre Tradition - aber hier gibt es auch spezielle Regeln für die Benutzung von Feuerwerkskörpern.

Feuerwerkskörper zu importieren ist eine Straftat

Seit einigen Jahren herrscht die Regelung vor, dass nur lizenzierten Fachbetrieben der Import von Feuerwerkskörpern gestattet ist. Falls dennoch Privatpersonen versuchen sollten Feuerwerkskörper nach Österreich zu importieren, dann machen sie sich strafbar.
Ebenso gilt, dass eine Ausnahmegenehmigung benötigt wird, wenn ein Feuerwerk veranstaltet werden soll. Hier wird geregelt ab und bis zu welcher Uhrzeit das Schießen von Feuerwerksraketen erlaubt ist.
Diese Genehmigungen bekommt man bei der zuständigen Behörde, aber an Silvester gilt diese Regelung teilweise nicht.

Kleine Feuerwerkskategorien, wie F1 und F2, dürfen auch von Privatpersonen benutzt werden. Wobei es in Österreich so ist, dass ab dem 12. Lebensjahr Feuerwerkskörper der Kategorie F1 erworben werden dürfen.
Um Gegenstände der Kategorie F2 zu erhalten, muss das 16. Lebensjahr vollendet sein. Ausgebildete Pyrotechniker werden nur beim Einsatz von Großfeuerwerken der Kategorie F3 und F4 benötigt. Doch auch diese dürfen das nur im Rahmen von Veranstaltungen, die von der zuständigen Behörde genehmigt wurden.

 

Des Weiteren ist festzuhalten, dass es in Österreich verboten ist Feuerwerk der Kategorie F2 im Ortsgebiet zu benutzen. Es kann zwar von jedem Bürger ein privates Kategorie F2 Feuerwerk beantragt werden, es müssen bestimmte Auflagen erfüllt werden.
Wie vorher schon erwähnt, gilt diese Regelung an Silvester zumeist nicht, weil der Bürgermeister das Recht hat, zu diesem besonderen Anlass das Abbrennen von Feuerwerkskörpern im Ortsgebiet zuzulassen. 
Das heißt also, dass es keine generelle Erlaubnis für die Bürger gibt Feuerwerksraketen ab Kategorie F2 zu verschießen oder zu zünden - diese aber vom Ortsoberhaupt gegeben werden kann.

Auch kommt es weiterhin darauf an, wo das Feuerwerk gezündet werden soll. Wenn sich eine Tierheim, Altersheim, Kinderheim, eine Kirche oder ein anderes Gotteshaus in unmittelbarer Nähe befindet, dann dürfen prinzipiell keine Feuerwerkskörper gezündet werden.

Leben uns Besitz der Mitmenschen müssen außer Gefahr sein

Natürlich ist es auch selbstverständlich, dass man beim Schießen von Feuerwerksraketen nicht die Gesundheit oder das Leben anderer Personen gefährdet. Ebenso darf auch fremdes Eigentum nicht beschädigt werden.  Zudem muss die öffentliche Sicherheit ebenso gewährleistet sein.

Demzufolge dürfen gerade an Orten, wie Tankstellen oder an denen sich leicht entzündliche Gegenstände befinden, keine Feuerwerkskörper gezündet werden, da die Explosionsgefahr real und sehr hoch ist. Hier gefährdet man das eigene Leben und auch die Sicherheit weiterer Personen, die sich in der Nähe aufhalten.

Es ist also gut zu erkennen, dass in Österreich die richtigen Regelungen vorhanden sind.

 

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