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Snooker spielen wie die Profis? - So klappt's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:16
Where´s the cueball going - Tipps für den angehenden Snooker-Profi

Wer sich beim Snooker über einen vergebenen Longpot ärgert, jammert definitiv auf hohem Niveau, außer natürlich man trägt einen so klingenden Namen wie Ronnie O´Sullivan, Marc Selby oder - ein wahrer Meister im Versenken von langen Bällen - Neil Robertson. Tatsache ist, dass beim Snooker die Distanzen zwischen Spielball und Objektball zumeist deutlich größer sind als beim gewöhnlichen Pool, für zusätzliche Erschwernis sorgen die wesentlich kleineren Taschen des Spieltisches. Trotzdem gibt es eine Handvoll nützlicher Tipps, um sein Spiel zu verbessern und dadurch wenigstens die Hoffnung am Leben zu erhalten, einmal den ganz Großen des britischen Traditionssports die Stirn bieten zu können.

Tipps &Tricks

  • Früh übt sich, wer ein Meister werden will - ein Bonmot, dass auf den Snookersport ganz besonders zutrifft. Ronnie O´Sullivan, Judd Trump, Ding Junhui - sie alle hatten gerade mal das sechzehnte Lebensjahr vollendet, als sie Profis wurden. Auch ohne derart hohe Ziele wie den Gewinn der UK Championship ins Auge zu fassen - regelmäßiges Training ist unverzichtbar für den, der im Snooker annähernd so etwas wie eine Pot-Sicherheit entwickeln will.
  • In diesem Zusammenhang ist es natürlich wichtig, ein paar grundlegende Techniken zu beachten: Allgemein gilt es, eine gewisse Spannung aufrecht zu erhalten, ohne zu verkrampfen, dabei braucht die Hand den Queue gar nicht allzu fest zu umfassen. Beim Queue-Arm sollten zum Zeitpunkt des Stoßes der Unter- und der Oberarm in einem 90-Grad-Winkel zueinander stehen - das mag anfänglich etwas ungewohnt sein, ist für die Präzision aber unabdingbar.
  • Für die Hand, auf die das Queue aufgelegt wird, gibt es im Wesentlichen zwei Techniken. Zum einen die sogenannte offene Brücke, bei der die flach auf dem Tisch liegende, gespreizte Hand gerade soweit angehoben wird, dass sich die Knöchel ein wenig anheben.
  • Der dann an den Zeigefinger gedrückte Daumen bildet in der Folge eine Art Verschluss und damit eine Führungsmöglichkeit für das Queue. Die zweite Variante ist die geschlossene Brücke. Sie unterscheidet sich zur offenen Stellung der Führhand dahingehend, dass der Daumen gegen den Mittelfinger gedrückt wird, während der Zeigefinger die Queuespitze umschließt.
  • Ganz essentiell im Billard, vor allem aber im Snooker, ist die Beherrschung der weißen Kugel. Mehr noch als beim Poolbillard ist es beim Snooker ganz entscheidend, wo diese liegen bleibt. Mitunter kann schon eine marginale Abweichung von der erhofften Stellung eine Fortsetzung des Breaks unmöglich machen.
  • Diese Tatsache erfordert vom Spieler, dass er mehrere Züge vorausdenkt, um sich nicht unerwartet mit einer ungünstigen Position des Spielballs konfrontiert sehen zu müssen. Dabei ist natürlich die Stoßstärke ganz wesentlich, deren Dosierung dem Spieler einiges an Übung abverlangt.
  • Zudem muss er sich entscheiden, wo exakt er die Weiße mit der Pomeranze treffen will, weil davon abhängt, wie sich der Spielball in der weiteren Folge verhält. Um auf eine gute Stellung zu kommen, macht es beispielsweise häufig Sinn, mit Backspin zu spielen, also die weiße Kugel ganz weit unten anzuspielen. Wird sie jedoch ganz oben getroffen, läuft der Spielball mit, seitlich angespielt entwickelt er einen Effet - dieses Spektrum perfekt auszutarieren ist eine der wichtigsten Fähigkeiten für den angehenden Snookerprofi.

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