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Ursprünge der 1. Mai – Feiern in Österreich

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:22
Zum ersten Mal wurde der 1. Mai als Staatsfeiertag im Jahr 1934 gefeiert. Initiiert wurde dieser

Zum ersten Mal wurde der 1. Mai als Staatsfeiertag im Jahr 1934 gefeiert. Initiiert wurde dieser Feiertag vom damaligen Bundeskanzler Dollfuss. Einberufen wurde der Feiertag zum Zweck, dass der damaligen Verfassung gedacht werden sollte. Beschlossen wurde diese am 27. April 1934. Somit gedenkt die Republik Österreich am 1. Mai an die Einführung der Verfassung.

1. Mai in Österreich

  • Das ist jedoch kein Grund zur Feier. Denn Feierlichkeiten werden Jahr für Jahr nicht abgehalten. Grund dafür sind die permanenten Streitereien zwischen den Sozialisten (SPÖ) sowie den Christlichsozialen (ÖVP). Auch wenn der Streit bereits im Jahr 1933 war, so es weder in der 1. Republik noch in der 2. Republik am 1. Mai Militärparaden oder ähnliche, von der Republik veranlasste, Feierlichkeiten. 
  • 1. Mai Feiern sind traditionsgemäß mit de Aufstellen des Maibaums verbunden, was eher in ländlichen Bereichen vorkommt sowie sind 1. Mai Feiern durchaus mit politischen Kundgebungen der unterschiedlichen Parteien geprägt. Diese Parteien fühlen sich bemüßigt, dass am "Tag der Arbeit" verkündet wird, wie schlecht es dem Land bzw. wie gut es dem Land geht. Die Geschichte ist bekannt. Während die Regierungsparteien ihre Arbeit loben, wettern die Oppositionsparteien. 
  • Als Highlight in Wien wird gerne die Pratereröffnung gefeiert. Halbe Preise, viele Menschen und kein Platz im traditionellen Schweizerhaus sind die Folge. Die restlichen Österreicher verbringen den Tag bei Schönwetter im Garten, im Grünen oder versuchen die Temperatur in den Freibädern zu testen. 
  • Selten gibt es sie auch noch - die Patrioten des Landes, welche am Staatsfeiertag ihre rot-weiß-rote Fahne aus dem Fenster hängen bzw. vom Balkon baumeln lassen. 
  • Vielmehr ist der 1. Mai auch zum "Tag der Arbeit" verkommen. An die Verfassung denkt fast niemand mehr. Das ist auch das Motto der SPÖ, die jährlich am 1. Mai am Wiener Rathausplatz ihre politische Kundgebung abhält.
  • Auch die Kommunisten (KPÖ) sind am Wiener Ring wie im Wiener Prater eifrig dabei, ihre Parolen zum "Tag der Arbeit" zu präsentieren.
  • Ebenfalls zu den 1. Mai Feiern tritt die FPÖ an das Volk. Die Bundesländer sind verschieden - meist jedoch tritt die FPÖ im Bundesland auf, bei welchem in naher Zukunft ein Wahlkampf folgt.

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