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Verschiedene Ankertypen - Welcher ist der richtige?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:27
Es gibt die verschiedensten Ankertypen. Grundsätzlich ist der Aufbau eines Ankers allerdings gleich.

Es gibt die verschiedensten Ankertypen. Grundsätzlich ist der Aufbau eines Ankers allerdings gleich. Über einen Roring wird der Anker mit der Ankerkette verbunden. Dieser sitzt am oberen Teil des Schaftes. Im unteren Teil verzweigen sich die beiden Arme am Kreuz. An den Enden finden sich Flunken, die für eine bessere Haftung am Untergrund sorgen. Die größten Kräfte wirken auf die Ankerkette, deshalb kommt dieser auch die meiste Bedeutung zu. In der Regel ist die Kette mit einem drehbaren Schäkel versehen, um so ein vertörnen zu verhindern. Besonders hoch ist die Zugkraft der Kette, wenn die einzelnen Glieder über einen Steg, also eine Querverbindung verfügen. Die Stärke einer solchen Kette wird dabei entweder in Zoll oder in Millimeter angegeben. Die Länge kann man in Metern oder in Schekeln angeben, wobei ein Schekel 27 Metern entspricht. Im folgenden stellen wir nun einige Typen vor!

6. Ankertypen auf einen Blick

Der Bruce-Anker

  • Dies ist ein Typ, der eher selten vorkommt. Er zeichnet sich vor allem durch eine sehr hohe Zugfestigkeit aus und wurde ursprünglich für den Einsatz vor Bohrinseln entwickelt. Problematisch bei dieser Bauform ist es, wenn das Schiff um diesen schwoit. Außerdem ist er durch die sehr großen Flunken sehr sperrig und schwer. Er wirkt wie ein Pflug, das heißt durch den Zug zieht er sich in den Boden ein.

Der Pflugschar-Anker

  • Dieser Anker pflügt sich regelrecht in den Unterboden ein. Allerdings ist hier die Voraussetzung, dass der ideale Boden vorhanden ist. Bei Sand oder Schlick hat dieser Anker eine sehr hohe Haltekraft für Ihr Boot.

Der Danforth-Anker

  • Dieser ist im Wassersportbereich fast universell einzusetzen. Vor allem überzeugt dieser Bautyp durch eine sehr hohe Haltekraft. Außerdem kann er durch die beweglichen Flunken sehr gut im Boot verstaut werden. Diesen Anker kann man bei Schlick, Sand und einem erdigen Untergrund gut einsetzen. Problematisch ist die Verwendung des Ankers bei Böden, die stark bewachsen sind, da dieser sich in diesen Bereichen nicht optimal in den Untergrund einarbeiten kann.

Der Faltanker

  • Der Faltanker hat den Vorteil, dass dieser sehr klein ist und so vor allem auf Dingis und Jollen zum Einsatz kommt. Diese Bauform wird ausgeklappt und so fixiert.

Der Stockanker

  • Der Stockanker wird häufig auch als Admiralanker bezeichnet und wirkt über verschiedene Mechanismen. Dieser Typ gräbt sich zum einen in den Erdboden und garantiert so eine hohe Haltekraft. Dabei wirkt er am besten bei lehmigen oder sandigen Böden. Zum anderen sorgt der Stock, der quer sitzt für ein Aufrichten des Ankers, damit dieser nicht platt auf dem Boden liegt. Er hat ein sehr großes Gewicht und somit auch eine große Kraft zum Halten des Bootes. Das Gewicht und die Sperrigkeit sind beim Transport allerdings auch nachteilig anzusehen. Auch der Stock bringt nicht nur Vorteile, so kann dieser sich leicht in die Kette verfangen.

Der Patent-Anker

  • Dieser wird am häufigsten verwendet. Er hat klappbare Flunken, die sich in den Boden eingraben. Vor allem durch den Klappmechanismus am Kreuz legt sich diese Form nach dem Hieven gut an den Rumpf des Schiffes an.

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