Foto: Shutterstock.com

Vorfahren finden? - Tipps zur Ahnenforschung

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Wenn wir unser Familienstammbuch zur Hand nehmen, ist das meist mit einem bestimmten Anlass verbunden.
Sei es nun die Heirat, eine Geburt, die Taufe oder der Tod. Wichtige Ereignisse des Lebens werden in Stammbüchern festgehalten. In erster Linie ist es ein aktueller Vorgang für uns, aber er ist von viel größerer Bedeutung. Denn unsere Nachwelt erhält wichtige Informationen über Abstammung und Herkunft. So regt sich in jeder Generation Wissbegierde.

Bitte beachten

  • Und die ganz entscheidende Frage dabei, wie kann ich meine Vorfahren finden?
  • Seine eigenen Vorfahren zu finden erfordert ein wenig Geduld, aber es ist nicht aussichtslos und im Bereich der Ahnenforschung ist so einiges möglich.
  • Die Ahnenforschung (Genealogie) ist eine historische Hilfswissenschaft und behandelt die Chronologie der Familie.
  • Aber bevor man nun detaillierte Angaben zu seinen Vorfahren erhalten möchte, sollte man, wenn möglich einige wichtige Informationen parat halten.

Schritt für Schritt zurück in die Vergangenheit!

Erster Schritt

Sammelt alles, was ihr finden könnt:

  • alte Postkarten
  • Urkunden
  • Briefe
  • Zeugnisse
  • Testamente
  • Fotos
  • Verträge
  • Sucht nach Namen und Vornamen, beachtet dabei eine veränderte Schreibweise!
  • Durchstöbert Keller und Dachboden wenn nötig!
  • Was ganz besonders wertvoll ist: Gespräche mit den Großeltern, dem Pfarrer, Anwälten, Freunden, Cousins oder anderen nahen Verwandten. Lasst euch Geschichten erzählen, aus dem Krieg und über die Urgroßeltern. So findet ihr Orte und Zeiten.
  • Haltet alles schriftlich fest, so entsteht ein System.

 

Zweiter Schritt

  • Bilder, Schriftstücke und ein existierender Stammbaum sind nun sehr hilfreich:
  • Der Weg zum Standesamt.
  • Seit 1875 wird in Deutschland das Personenstandswesen verwaltet. Hier erhaltet ihr Einsicht in Geburts-, Heirats-und Sterbebücher. Insofern ihr nachweisen könnt, ein berechtigtes Interesse zu haben.
  • Die Kirchenbuchforschung
  • Ansprechpartner ist hier das Pfarramt, welches auch überregional vermitteln kann. Kirchenbücher existieren seit dem 15. Jahrhundert. Die Vollständigkeit dieser wurde allerdings durch den 30 jährigen Krieg unterbrochen. Seit 1648 wird lückenlos dokumentiert.
  • Im Bereich der Ahnenforschung gibt es viele Arbeitskreise und Vereine, denen ihr euch anschließen könnt.
  • Auch Stadt und Landesarchive können einen wertvollen Beitrag leisten, um Vorfahren zu finden. Hier ist alles archiviert vom Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert. Voraussetzung, die Vorfahren besaßen bürgerliche Rechte.


Dritter Schritt

  • Die Kontaktaufnahme zur weltweit größten Datenbank der Ahnenforschung unter family.search.org. Diese wird von den Mormonen verwaltet.
  • Als Einsteigerliteratur ist das "Taschenbuch für Familiengeschichtsforschung" von Wolfgang Ribbe und Eckart Henning zu empfehlen.
  • Außerdem stehen verschiedene Softwareprogramme zur Verfügung, die allerdings von Preisen und Inhalten unterschiedlich sein können.
  • Und es gilt: Aufpassen, es gibt auch schwarze Schafe in der Ahnenforschung!


Vorfahren finden ist etwas Faszinierendes. Es wird geforscht, dokumentiert und Unbekanntes entdeckt.
Wer weiß, vielleicht fließt ja bei dem einen oder anderen sogar "blaues Blut"?

 

Kommentare