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Warum feiern wir Muttertag? – Hintergründe dieser Tradition

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:23
Der Muttertag ist die perfekte Gelegenheit, endlich mal wieder "Danke, Mama!" zu sagen.

Der Muttertag ist die perfekte Gelegenheit, endlich mal wieder "Danke, Mama!" zu sagen. Viel zu oft vergisst man, wie viel wir unseren Müttern verdanken. Als Kind bewunderten wir die Mama, die alles wusste. In der Pubertät stellten wir dieses Wissen bewusst in Frage, um später festzustellen, dass Mama Recht hatte. Doch was es wirklich bedeutet, Mutter zu sein, können vermutlich nur Mütter (und Väter) nachvollziehen, denn sie haben einen der härtesten und wichtigsten Jobs, die man sich vorstellen kann. Grund genug, ihnen einen Feiertag zu widmen!

Einige Hintergrundinformationen

  • Die Tradition des Muttertags beruht auf Aktivitäten der englischen und amerikanischen Frauenbewegung und lässt sich bis in das 17. Jahrhundert zurückverfolgen.
  • 1644 wurde in England zum ersten Mal der "Mothering Day" gefeiert, bei dem es zu Ehren der Mutter ein Festmahl innerhalb der Familien gab.
  • 1858 griffen die Amerikaner diese Tradition auf und ehrten unter dem Namen "Mother's Work Day" die Erziehungsarbeit der Mütter.
  • Auch Jahre später gab es immer wieder Versuche, einen Tag den Müttern zu widmen.
  • Erfolg hatte damit die Frauenrechtlerin Anna Marie Jarvis, die sich ab 1905 für die Einführung eines Muttertags stark machte.
  • Diesen hielt sie zu Beginn zu Ehren ihrer Mutter, die sich zu Lebzeiten ebenfalls für den Muttertag eingesetzt hatte, in ihrer Heimat ab.
  • Ein Jahr später veranlasste sie eine Andacht zu Ehren aller Mütter und begann, sich hauptberuflich ihrem Ziel zu widmen: Der Einführung eines offiziellen Muttertags.
  • Im Jahr 1914 hatte sie endlich Erfolg; der amerikanische Kongress beschloss den Muttertag als nationalen Feiertag, der fortan jeden zweiten Sonntag im Mai stattfinden sollte.
  • Die Bewegung verbreitet sich schnell, bis dieser Feiertag 1923 auch in Deutschland erstmalig gefeiert wurde.
  • Doch der Grundgedanke, den Müttern diesen Tag zu widmen, um ihre Arbeit zu ehren, wurde schnell Opfer der Kommerzialisierung und der Politik.
  • Aus diesem Grund begann Anna Jarvis, die von ihr ins Leben gerufene Bewegung zu bereuen und kämpfte um die Abschaffung des Feiertags - vergeblich!
  • Heute ist der Muttertag zwar frei von politischen Grundgedanken, entwickelt sich jedoch zum Opfer des Kommerzialismus; weswegen es sowohl Fürsprecher als auch Gegner dieses Feiertages gibt.
  • Aber egal, auf welcher Seite Du stehst: Um deiner Mutter zu danken, brauchst Du sowieso kein spezielles Datum.

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